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Größe des Gehirns beeinflusst kulturelle Verhaltensweisen von Walen und Delfinen

In einem wissenschaftlichen Artikel der Zeitschrift Nature Ecology & Evolution stellen Forscher eine neue Theorie auf. Sie setzen die Größe des Gehirns von Meeressäugern mit deren sozialen und kulturellen Verhaltensweisen in Verbindung. Dafür bezogen sie 90 verschiedene Wal- und Delfinarten mit ein. Laut ihrer Theorie bringt ein größeres Gehirn ein komplexeres Sozialverhalten mit sich.

Die Wissenschaftler berücksichtigten Daten zum sozialen Verhalten von Walen und Delfinen in freier Wildbahn und in Gefangenschaft. Letztere müssen wegen der Verfälschung des Verhaltens in unnatürlich zusammengestellten Gruppen kritisch betrachtet werden. Dennoch sagen die Wissenschaftler, die Untersuchung hätte erste Hinweise ergeben, dass „kooperatives soziales Verhalten mit der Größe des Gehirns und der Stabilität der Gruppen von Walen und Delfinen“ zunimmt.

WDC Forscherin Philippa Brakes meint dazu: „Diese Studie ist sehr interessant und wird zweifellos Reaktionen von Seiten der Neurowissenschaften und Verhaltensökologie hervorrufen. Man muss jedoch vorsichtig sein, die menschliche Entwicklung nicht als die Vollendung der Evolution anzusehen, auf die andere Spezies zustreben, denn jede Art entwickelt sich über lange evolutionäre Zeiträume und passt sich ihrer Umgebung entsprechend an. Dass Delfine keine Hände haben und nie in der Lage sein werden, technisch komplexe Werkzeuge zu entwickeln, heißt nicht, dass sie schlecht an ihre Umwelt angepasst sind. Andersherum sind wir nicht schlecht an unsere Umwelt angepasst, weil wir nicht zur Schallortung der Lage sind, oder die Luft eine halbe Stunde anzuhalten.“

Laut Brakes birgt es aber durchaus Risiken, direkt von der Größe des Gehirns auf die Intelligenz zu schließen. Auch die Struktur des Gehirns spielt eine große Rolle. Interessant an der Studie ist jedoch die Idee, eine Korrelation zwischen Ausprägung und Eigenschaften sozialer Beziehungen bei Walen und Delfinen und der Größe des Gehirns herzustellen, erklärt Brakes. Die Untersuchung zeigt zudem, dass nicht die Größe einer sozialen Gruppe die Entwicklung des Gehirns beeinflusst, sondern die Art der sozialen Beziehungen zwischen den Individuen.

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