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La Gomera Erlebnisreise (C) Carolin Vetter

Nicht Urlaub, sondern Abenteuer!

Im vergangenen November veranstaltete WDC zusammen mit M.E.E.R. und OCEANO Whale Watching erstmals eine Erlebnisreise...
Blue whale (balaenoptera musculus) A blue whale surfacing whilst travelling at high speed.

Und es macht doch einen Unterschied

Am 19. Januar erhielt ich eine E-Mail mit dem Betreff "Neuigkeiten zu AmazonSmile". Mit Erstaunen...
(C) Sansert Sangsakawrat

Blauwale und die Bedrohung durch Mikroplastik – wie wir dieses Problem lösen können

Unsere Liebe zum Kunststoff begann in den 1950er Jahren. Damals revolutionierte er die gesamte Industrie....
Verletzungen am Rückgrat von Walen, die bei der Kollision mit einem Schiff entstehen, sind besonders gefährlich. (C) WDC North America

Das alarmierende Schicksal von Buckelwal „Moon“

Verletzungen am Rückgrat von Walen, die bei der Kollision mit einem Schiff entstehen, sind besonders...

WDC bei der Nacht der Umwelt im Deutschen Museum

WDC-Praktikantin Fabienne Jud berichtet in diesem Gastbeitrag über unseren Vortrag im Deutschen Museum im Rahmen der Nacht der Umwelt.

Im Rahmen der „Nacht der Umwelt“ im Deutschen Museum hat WDC-Biologe David Pfender einen Vortrag zur Kampagne „Weniger Plastik ist Meer“ vorbereitet. Davor sollte es für Interessierte eine Führung durch die meeresbiologische Abteilung geben. Nach und nach versammelten sich am 15. September die Teilnehmer, die sich für die Führung angemeldet hatten, am Haupteingang des Deutschen Museums. Dr. Jörn Bohlmann, Kurator im Deutschen Museum, überraschte sogleich mit einer Planänderung: Er schlug vor, den ursprünglichen Programmpunkt – seine Führung durch die meeresbiologische Abteilung – durch die Vorführung eines 360° Films im Planetarium zu ersetzen. Thema des Films: ein aktuelles Projekt zur Erforschung von kleinen Meereswirbeln. Also ging es los in das über den Dächern Münchens gelegene Planetarium.  

Der 30minütige Film „Die Wirbeljagd – Expedition Uhrwerk Ozean“ zeigt das Forscherteam des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) auf der Jagd nach kleinen Meereswirbeln, die unser Klima und das Leben an den Küsten und in den Ozeanen beeinflussen sollen. Durch die Beobachtung dieser Wirbel, die sich wie „Zahnräder“ im Ozean bewegen, erhoffen sich die Forscher, eines Tages Antworten auf zahlreiche, noch ungeklärte Fragen über das Leben im Ozean zu finden. Die Aufnahme mit einer speziellen 360°-Kamera und die Rundum-Perspektive im Planetarium erzeugen einen 3D-Effekt und lassen die Zuschauer in die Welt der Meeresströmungen eintauchen.

Der im Film erwähnte Transport von Nährstoffen durch die Meereswirbel ist essenziell für das Meer als Ökosystem und für das Leben darin. Wie im Gegenteil dazu menschliches Handeln diesen Lebensraum beeinflusst und gefährdet, war Thema des anschließenden Vortrags von David Pfender über Plastikmüll im Meer.    

Von Anfang an gestaltete sich der Vortrag interaktiv und lud die Zuhörer zum aktiven Mitdenken ein. Zusammen mit den Teilnehmern berechnete David zum Beispiel, wie vielen Blauwalen das Gewicht des jährlich neuen Plastikmülls im Meer entspricht. Das Ergebnis – 48.200 – erstaunte viele. Das wirklich Erschütternde ist jedoch, dass es gar nicht mehr so viele Blauwale gibt, wie es bräuchte, um den Plastikmüll in den Meeren mit Blauwalen aufzuwiegen. David erklärte in seinem Vortrag zudem ausführlich, wie das ganze Plastik überhaupt ins Meer gelangen kann: 80% des Mülls stammt nämlich vom Land. Was für einige Zuhörer bestimmt neu war, ist der Fakt, dass mindestens 70% des gesamten Mülls im Meer auf dem Meeresboden zu finden ist. Dort bleibt der Müll über viele Jahre und wird nicht zerkleinert. Der Grund dafür ist, dass es in der Tiefe weder Sonnenlicht noch Sauerstoff gibt, die Strömungen meist sehr schwach und die Temperaturen sehr niedrig sind.

Der Vortrag hat den Zuhörern ermöglicht, sich mit der Problematik des Plastikmülls im Meer auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Eine spannende Frage einer Zuhörerin war, ob es möglich sei, in den Kläranlagen Filter einzubauen, um Mikroplastik zu filtern. Laut David wäre das in der Theorie zwar möglich, praktisch jedoch kaum umsetzbar. Solche Filter müssten sehr fein sein, was einen enormen Druckaufbau erfordert. Dies wiederum würde sehr viel Energie verbrauchen. Es muss also weiter daran gearbeitet werden, Lösungen für das Problem des Mikroplastiks im Abwasser zu finden. Eine einfache Lösung ist, Produkte zu kaufen, die frei von Mikroplastik sind, damit diese Art von Müll gar nicht erst entsteht.

Wir hoffen, dass es uns gelingt, viele Menschen zu erreichen, um gemeinsam gegen die Vermüllung der Ozeane zu kämpfen. Jeder kann etwas zur Plastikvermeidung beitragen!

An dieser Stelle möchte sich WDC beim Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München und dem Deutschen Museum herzlich für die Zusammenarbeit bedanken!