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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Delfinlagune in Nürnberg – die Dauerbaustelle geht weiter

Über 30 Millionen Euro hat der Bau der Delfinlagune im Tiergarten Nürnberg bereits verschlungen. Nun stehen nach nur sechs Jahren Betriebszeit Sanierungsarbeiten an, die weitere 6,5 Millionen Euro kosten sollen.

Seit längerem ist bekannt, dass durch eine Fuge am oberen Beckenrand Salzwasser aus dem Becken ausläuft, ein angrenzendes Waldstück wurde dadurch bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Um das Auslaufen des Salzwassers vorübergehend zu verhindern, wurde deshalb der Wasserspiegel der Lagune um 15 cm abgesenkt. Nun soll die Auskleidung der Beckenanlage mit einer Folie verhindern, dass bei normalem Wasserstand Salzwasser austritt. Ob diese „Notlösung“ wirklich funktioniert und sinnvoll ist, wird ab Herbst 2017 in einem Teil der Anlage getestet. Verlaufen die Tests erfolgreich, wird voraussichtlich im Herbst 2018 die gesamte Beckenanlage mit Folie verkleidet.

Ob die Folie dem Salzwasser, den Ausscheidungen der Tiere und der ständigen Sonneneinstrahlung standhält ist nach heutigem Wissenstand völlig unklar. Genauso offen ist die Frage, ob die Verwendung der Kunststofffolie und die darin verwendeten Chemikalien negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Delfine haben.

Neben den Maßnahmen zur Abdichtung der Beckenkopffuge kämpft man mit Rost, zu geringer Betonabdeckung, undichten Ventilen und weiteren Mängeln. Die 6,5 Millionen Euro für die Sanierungsarbeiten will sich die Stadt Nürnberg von den verantwortlichen Baufirmen, die beim Bau unter anderem den falschen Beton eingesetzt haben, zurück erstreiten.

Für WDC ist die endlose Geschichte um steigende Baukosten, Baumängel, Gefahren für die Delfine und der freizügige Einsatz von Steuergeldern in Nürnberg ein Argument von vielen, warum die Delfinhaltung in Deutschland gesetzlich verboten werden muss.

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Quellen: Welt & Nordbayern