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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

Vier Delfine aus Delfinarium an der Krim ausgesetzt

Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

China: Lebensraum der Indopazifischen Buckeldelfine bedroht

Der chinesische Großkonzern Chimelong hat bekannt gegeben, fast 800 Millionen Dollar in die Umgestaltung und den Ausbau seines International Ocean Tourist Resort zu investieren. Die fragliche Hotelanlage liegt an der Küste im Süden Chinas nahe der Glücksspielmetropole Macau. Umweltschützer haben die Sanierungspläne stark kritisiert, da sie den Lebensraum einer Population von Indopazifischen Buckeldelfinen direkt betreffen.

Eine 350.000 Quadratmeter große künstliche Insel im Delta des Perlflusses soll künstlich aufgeschüttet werden, was eine weitere Bedrohung für die Delfinpopulation darstellen könnte. Diese Bedenken wurden während einer kürzlich stattgefundenen öffentlichen Anhörung zu dem möglichen Einfluss des Projekts auf die Umwelt angesprochen.

Die Population von Indopazifischen Buckeldelfinen, die auch unter den Namen „Chinesischer Weißer Delfin“ oder „Sousa“ bekannt sind, wird von der Weltnaturschutzunion als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Die Delfine leben in Küstennähe und schwimmen oft Meeresarme hinauf, weshalb das Städtewachstum und menschliche Eingriffe in die Natur für sie eine besondere Gefahr darstellen. Im November 2000 etwa bedrohte Öl, das aus einem chinesischen Tanker strömte, die Fauna im Delta des Perlflusses. Um die „Pandas der Meere“ zu schützen, wie die Delfine in China genannt werden, stellten die Vereinten Nationen China 2003 über eine halbe Million Dollar für das Einrichten einer Schutzzone zur Verfügung.

Dennoch verschlechtert sich die Wasserqualität im Delta des Perlflusses weiterhin, 2014 prognostizierte daher eine chinesische Wissenschaftlerin, dass sich die Anzahl der lebenden Individuen innerhalb der nächsten 60 Jahre um ein Viertel reduzieren könnte. Schwermetalle wie Blei und Quecksilber, die vor allem in Insektiziden der lokalen Agrarwirtschaft vorkommen, verseuchen das Wasser und schädigen das Nerven- sowie das Immunsystem der Delfine.