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WDC deckt das Versagen der Regierung beim Schutz der Wale vor Fischernetzen auf

Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass die neue Regelung der britischen Regierung ein völliger Fehlschlag ist:...

Mit der offiziellen WDC-Sammelkarte Wale schützen

Die Digitalisierung bietet eine Fülle von Möglichkeiten, den Schutz der Wale zu fördern. Lernen Sie...
Kiska © Inherently Wild/Caio Ribeiro

Orca Kiska im Marineland in Kanada gestorben

Kiska © Inherently Wild/Caio Ribeiro Orca Kiska ist vergangenen Donnerstag im Alter von ca. 46...

Britische Regierung macht Rückzieher beim Meeresschutz

© Charlie Phillips Die britische Regierung hat beschlossen, nur drei von fünf vorgeschlagenen Gewässern vor...

Walfangsaison in Norwegen hat wieder begonnen

Die Walfangsaison 2017 hat in Norwegen begonnen. Die Gewässer vor der nord-norwegischen Küste, die gerne als Touristenziele beworben werden, sind für die nächsten Monate wieder Schauplatz grausamer Szenen. Die Meldung von fünf getöteten Walen, die bisher harpuniert wurden, sind dabei nur der traurige Anfang: Das Fischereiministerium hat in diesem Jahr eine Quote von 999 Walen zur kommerziellen Jagd freigegeben – über zehn Prozent mehr Tiere als im Vorjahr.

Dabei ist Norwegen schon heute – trotz fehlender Nachfrage – der weltweit größte Produzent von Walfleischprodukten und möchte diesen von vielen als fragwürdig betrachteten Wirtschaftszweig noch weiter ausbauen: Der Fischereiminister hat angedeutet, die Quote auf knapp 2000 Wale verdoppeln zu wollen. Da ein Großteil der geschlachteten Wale schwangere Weibchen sind, könnte sich die Zahl der insgesamt getöteten Wale allein in europäischen Gewässern somit auf nahezu 4000 erhöhen, wie Astrid Fuchs, Programmleiterin bei WDC, zu Bedenken gibt.

Auch die EU-Gesetze, die Walfang und den Handel mit Walprodukten verbieten, möchte Norwegen zur Stärkung seiner Walfangindustrie gerne verändert sehen, um die Walfleischprodukte auch auf dem EU-Markt anbieten zu können. WDC setzt sich jedoch weiter engagiert für ein Transitverbot von Walfleischprodukten durch die EU ein.

Trotz der Unterstützung durch die Regierung hat Norwegens Walfangindustrie Schwierigkeiten: Allein zwischen 2003 und 2015 wurden zweimal große Mengen exportierten Walfleischs in Japan vernichtet, weil es bakteriell oder mit Pestiziden verseucht war. Und nicht zuletzt machen internationale Proteste immer wieder auf die Brutalität des kommerziellen Walfangs in Norwegen aufmerksam. Eine im März von Avaaz gestartete Petition hat inzwischen über 2,7 Millionen Unterstützer und das Thema Walfang wird in diesem Frühjahr auch in Norwegen immer kontroverser diskutiert.