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British Airways: wir müssen reden!

British Airways muss endlich den Verkauf von Karten für SeaWorld stoppen! Man möchte meinen, das wäre eine klare Botschaft. Doch seit Wochen und Monaten ignoriert British Airways unsere Terminanfragen und wimmelt uns mit fadenscheinigen Ausreden ab. An einem dunklen und verregneten Januarnachmittag stehen meine WDC Kollegin Julia Thoms und ich daher vor dem Sicherheitstor am Eingangszaun des British Airways Hauptquartiers in der Nähe von Heathrow.

Ich weiß, dass ihr euch alle genauso wie ich danach sehnt, dass British Airways endlich damit aufhört, die Haltung von Walen- und Delfinen in Gefangenschaft zu unterstützen. 304,996 von euch unterzeichneten die Petition dafür, die in Zusammenarbeit mit unserer Freundin Kathleen Haase und unseren Kollegen bei change.org gestartet wurde. Das ist eine klare Unterstützung für unsere Forderung. Aber die beliebteste Airline Großbritanniens interessierte sich reichlich wenig dafür.

Wir schrieben mehrfach Emails an die Umweltbeauftragten von British Airways und baten darum, eure Unterschriften persönlich zu überreichen und unser Anliegen zu diskutieren. Alle Kontaktanfragen wurden ignoriert und die Anrufe bei der Pressestelle brachten uns lediglich einen negativen Vermerk auf der Gästeliste des Sicherheitspersonals ein. Gestern machten wir uns mit euren Unterschriften im Gepäck also persönlich auf den Weg zu British Airways. Wie weit würden wir kommen? Bis zum Pressesprecher oder doch nur bis ins Foyer? Am Ende hat sich leider herausgestellt: weiter als bis zum Wachmann am ersten Sicherheitstor ließ man uns nicht vortreten.

„Ja“, sagte er, „wir erwarten Sie“ und „mir wurde gesagt, dass ich die Petition annehmen soll, ich Sie aber nicht weiter als bis hier lassen darf.“ Der höfliche Sicherheitsmann, schick gekleidet in einer auffälligen Warnweste, bekam also vor den Toren des British Airways Büros die Petition überreicht. Ich verließ British Airways ziemlich frustriert und sauer. Die Missachtung unseres Anliegens und eurer Meinung fand ich unprofessionell und zudem unverständlich.

Die Erde dreht sich weiter und mit ihr auch die öffentliche Meinung. Über eine Million Menschen haben die Dokumentation BLACKFISH gesehen. Seither kämpft SeaWorld verzweifelt gegen rückläufige Besucherzahlen und die zunehmende Kritik in der Öffentlichkeit.

Gleichzeitig haben in den letzten Monaten einige Reiseveranstalter ein klares Zeichen gegen die Delfinarienindustrie gesetzt. Trip Advisor, Thomas Cook und Cosmos haben wichtige Schritte zum Wohle der Tiere innerhalb der Tourismusbranche gewagt. Das Unternehmen von British Airways hingegen blieb unbeugsam und glaubt weiterhin SeaWorld unterstützen zu müssen.

Was können wir nach der Zurückweisung an der Sicherheitsschranke von British Airways noch tun? Auf jeden Fall weiter dranbleiben. Und dafür brauchen wir auch eure Unterstützung.

Bitte schreibt eine höfliche Email an die Umweltbeauftragen von British Airways, mit der Bitte den Kartenverkauf für SeaWorld zu beenden:

andy.kershaw@ba.com und pam.lovell@ba.com

Danke für eure Unterstützung!