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USA: Import von russischen Belugas zukünftig illegal

WDC und andere Umweltschutzorganisationen begrüßen die Entscheidung des U.S. National Marine Fisheries Service (NMFS), russische Belugawale als stark dezimiert einzustufen. Die Einstufung erfolgte im Rahmen des  Marine Mammal Protection Act (MMPA).

Durch diese Entscheidung wird es illegal, Belugas aus einer bestimmten russischen Population zur öffentlichen Zurschaustellung in die USA zu importieren. Dies gilt auch für Belugas, die bereits aus diesem Bestand gefangen worden sind und schon in Gefangenschaft leben sowie für deren Nachkommen. Es ist das erste Mal, dass die NMFS ihre Befugnisse im Rahmen des MMPA einsetzt, um eine bedrohte Walpopulation in fremden Gewässern zu schützen.

Laut Dr. Naomi Rose, Expertin für Meeressäuger am Animal Welfare Institute, war dies die einzig richtige Entscheidung. Außerdem sei der Schutz der russischen Belugas durch die US Behörde ein Beispiel für andere Behörden auf der ganzen Welt, die für den Schutz von Meeressäugern verantwortlich sind.

Anfang 2014 reichten Naturschutzorganisationen eine Petition beim NMFS ein, dass die Belugapopulation als bedroht eingestuft werden sollte. Nachdem im Jahr 2012 das Georgia Aquarium beantragt hatte, 18 Wale aus dieser Population fangen dürfen, hagelte es von vielen Seiten Kritik. Wissenschaftliche Studien zeigen deutlich, dass die Größe der Population bei unter 60 Prozent ihrer historischen Größe liegt und somit nach den Kriterien des MMPAs als stark verringert gilt.

Umweltschutzorganisationen unterstützen die Entscheidung des NMFS und intervenierten als die Behörde wegen ihrer Entscheidung vom Aquarium verklagt wurde. Obwohl im September 2015 der Bundesgerichtshof in Atlanta  die Entscheidung der Behörde bestätigte, blieb trotzdem die Möglichkeit bestehen, dass andere Einrichtungen oder das Georgia Aquarium selbst wieder einen Import-Antrag stellt.

Die neue Einstufung eliminiert jedoch diese Möglichkeit und ermöglicht es der Sachalin Bay-Amur River Belugapopulation, sich zu erholen.  Zusätzlich wird der Rahmen für weitere Schutzmaßnahmen geschaffen.

Russland erlaubte jahrelang, dass Individuen der Population für Unterhaltungszwecke gefangen werden. Viele dieser Fänge sind in den Einrichtungen in Russland oder werden über die ganze Welt verschifft.

„Die Entscheidung des heutigen Tages setzt ein klares Zeichen für die Gefangenschaftsindustrie, dass die USA den Schutz der Tiere als wichtig erachten. Wir freuen uns auf den Tag, an dem alle diese Einrichtungen schließen und man somit Wale und Delfine nur noch in freier Wildbahn sehen kann“ so Regina Asmutis-Silvia, die Geschäftsführerin von WDC Nordamerika. 

Seinen Dank für diese Entscheidung sprach auch William Rossiter aus von Cetacean Society International aus: „Die Fangquoten Russlands bleiben obszön aber jetzt wird zumindest keiner davon mehr in die USA kommen.  Jeder der sich ein Ticket kauft, um in kleine Becken gesperrte Belugas zu sehen, sollte wissen, dass bei fast jeder Jagd verletze oder tote Belugas zurückgelassen werden.  Diese Wale stehen genau dafür, was Unterhaltung auf Kosten von Ausbeutung  bedeutet.“