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Die Zeiten ändern sich

Ich hatte in den letzten Tagen oft diese Melodie in meinen Ohren „The Times They Are A-Changing“. Gute Nachrichten haben mich durch beschwingte Tage begleitet: Bob Dylan wurde für den Literatur-Nobelpreis nominiert und das Online-Reiseportal TripAdvisor will in Zukunft Schwimmen mit Delfinen nicht mehr bewerben.

Seit ich 2000 bei WDC angefangen habe hat sich viel geändert. Wenn ich damals mit jemand über die Gefangenschaftshaltung von Delfinen gesprochen habe, dann ist es den meisten gar nicht in den Sinn gekommen, dass Delfinarien grausam sind. Aber heutzutage, wie auch immer man zu diesem Thema steht, ist den meisten Menschen immerhin  bewusst, dass es eine Kontroverse zur Haltung von Walen und Delfinen in kleinen Betonbecken gibt.

Die Veränderung im Bewusstsein der Menschen, die wir gerade erleben dürfen, dreht sich aber nicht nur um Wale und Delfine. Der Gesellschaft wird allmählich klar, dass es vom ethischen Standpunkt aus fragwürdig ist, intelligente und soziale Tiere zu unserem Unterhaltungszweck in Gefangenschaft zu halten. Zoo,  Zirkus, Delfinarium: die Zurschaustellung von Tieren wird endlich kritisch hinterfragt.

Die harte Arbeit und Beharrlichkeit von Organisationen wie WDC, in Kombinationen mit Filmen wie Blackfish, haben den Menschen die Augen geöffnet.  Der technologische Fortschritt hat dazu geführt, dass jeder eine Kamera in der Tasche dabei hat und ein Video drehen kann. Die Kommunikationsrevolution bedeutet, dass wir alle potenzielle investigative Journalisten mit einer eifrigen Leserschaft sind. Ideen können heute mit einer Geschwindigkeit verbreitet werden, die wir uns niemals hätten vorstellen können.
Ich glaube nicht, dass die Frage wie zu Beginn meiner Arbeit bei WDC immer noch lautet: „Können wir die Gefangenschaft von Walen und Delfinen beenden?“ Ich denke sie hat sich gewandelt hin zur Frage: „Wann können wir die Gefangenschaft beenden und wie können wir diese Entwicklung beschleunigen?“

Um der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen ein Ende zu setzen, arbeiten wir unter anderem an einem Wandel in der Reiseindustrie. Nur wenige Tage nachdem wir unsere Kampagne gegen Virgin Holidays starteten, beauftragte Richard Branson den Konzern, nicht mehr mit Unternehmen Geschäfte zu machen, die Wale und Delfine aus der Wildnis fangen. Außerdem hat er ein bahnbrechendes Meeting einberufen, bei dem Vertreter der Gefangenschaftsindustrie, der Reisebranche, Wal- und Delfin-Experten sowie NGOs einschließlich WDC zusammen gekommen sind.

Wir setzen alles daran, British Airways dazu zu bringen, ihre Unterstützung für SeaWorld zu stoppen. Um den kurzsichtigen Standpunkt zur Gefangenschaftshaltung zu widerlegen, üben wir Druck auf das Unternehmen aus und suchen das Gespräch. Wir haben unwiderlegbare, wissenschaftliche Beweise, die den Standpunkt von British Airways in ein fragwürdiges Licht rücken.

Ein Verbündeter in unseren Bemühungen ist ABTA, der größte britische Reiseverein, der im Jahr 2013 Richtlinien für das Wohlergehen von Tieren im Tourismus geschaffen hat. Wir haben die Entwicklung dieser Leitlinien eingeleitet und bringen uns regelmäßig in die Tierschutz-Arbeitsgruppe ein.

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Julia Pix

Über Julia Pix

Communications manager - Public Engagement