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Matriarchin der Southern Residents vermisst

Beunruhigende Nachrichten aus dem pazifischen Nordwesten: das Center for Whale Research verkündete diese Woche, dass einer der vom Aussterben bedrohten Southern Residents (Südliche Ortstreue Schwertwale) fehlt und wahrscheinlich tot ist. Es handelt sich um Samish, einen 42-jährigen Orca. Forschern und Wal-Beobachtern in dieser Gegend ist sie als Matriarchin ihrer Familiengruppe bekannt. Für die familienorientierten Wale bedeutet die Sichtung einer Familie ohne Anführerin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass diese verstorben ist – und Samish wurde bereits seit Anfang August nicht mehr bei ihrer Familiengruppe gesehen.

Ein weiteres Mitglied, Polaris (J28), scheint extrem abgemagert zu sein, was den Wissenschaftlern des Zentrums ebenfalls Sorge bereitet. Die Southern Residents waren in diesem Jahr lange nicht in ihrem üblichen Sommerrevier und als sie schließlich ankamen, verteilten sie sich in kleinen Gruppen über große Entfernungen. Dieser Trend ist dem Rückgang ihrer primären Beute zuzuschreiben – dem Königslachs. Diese großen und nahrhaften Fische können im Sommer bis zu 80% der Nahrung der Wale ausmachen, aber zurückgehende Lachsbestände im pazifischen Nordwesten machen den Nahrungsverlust zur größten Gefahr für die bedrohte Orca-Population.

Der vielleicht herzzerreißendste Aspekt dieser Nachricht ist, dass Polaris Mutter eines der „Baby-Boom“ Kälber ist, dem sieben Monate alten J54. Er wird noch gesäugt und ist somit von seiner Mutter abhängig. Wenn Polaris stirbt, ist es wahrscheinlich, dass dieser junge Orca nicht überleben wird.
Um die Southern Residents vom Aussterben zu bewahren, brauchen sie den Königslachs. Eine Wiederherstellung der frei fließenden Flüsse im pazifischen Nordwesten gibt den Lachsen die besten Chancen auf Erholung. WDC und unsere Partner werden auch in Zukunft für die Wiederherstellung der Ökosysteme kämpfen, zum Schutz der Flüsse, Lachse und Orcas in der Region. Die Renaturalisierung des Snake River und die Entfernung der vier unteren Dämme hat vielleicht das größte Potenzial für das Überleben der bedrohten Orcas und wird derzeit geprüft.