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Vergessene Delfine #3 – Die traurige Geschichte der Delfine in SeaWorld

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition!

SeaWorlds gefangene Delfine leben in winzigen Becken – zur Attraktion der Besucher. Dort ziehen sie ihre Kreise, absolvieren täglich ein Showprogramm und werden dann den Besuchern auch noch direkt zur Interaktion angeboten. Im Aquatica-Park gibt es die „Dolphin Plunge“ Rutsche – ein transparentes Rohr, das Besucher mit hoher Geschwindigkeit durch ein Becken mit vier Commerson-Delfinen stürzen lässt. Die „Discovery Cove“ ist ein All-in-One-Themenpark, der ganze Aktionspakete für das Schwimmen mit Delfinen bietet.

SeaWorld hält insgesamt 153 Delfine (und 15 Belugas) in fünf Parks in den USA. Von diesen 153 Individuen sind 138 Tümmler oder Tümmler-Hybriden, die aus der Zucht zwischen Tümmlern und anderen Arten wie den Gemeinen Delfinen in Gefangenschaft stammen. Zusätzlich gibt es fünf Pazifische Weißstreifendelfine im SeaWorld-Park San Antonio, sechs Kurzflossen-Grindwale, vier davon in Orlando und die anderen zwei in San Diego, und die vier Commerson-Delfine im SeaWorld-Park Aquatica.

Der Großteil der Delfine in den SeaWorld-Parks in Florida, Texas und Kalifornien wurden bereits in Gefangenschaft geboren. Einige wurden in den 70er und 80er Jahren der Wildnis entrissen, andere strandeten und wurden aufgelesen, leider jedoch ohne Aussicht auf Rückkehr in den Ozean. Alle Grindwale wurden entweder wild gefangen oder nach einer Strandung „gerettet“. Die Pazifischen Weißstreifendelfine und die Commerson-Delfine stammen sowohl aus der Freiheit als auch aus der Zucht.

Ich besuchte SeaWorld vor etwa 15 Jahren, um die Streichelbecken für den WDC Report „Biting the Hand that Feeds“ aus dem Jahr 2003 zu filmen. Die Parks sind ansprechend gestaltet und beruhigende Musik schallt aus den Lautsprechern. So wird man davon abgelenkt, was in den Becken wirklich vor sich geht. Was ich in einem der Becken sah, war kein normaler Delfin – der Ausdruck in seinen Augen schwankte zwischen Trauer und Wahnsinn. Große Tümmler konnte ich im darauffolgenden Sommer auch bei einer Walbeobachtungstour sehen, aber voll von Leben, Freude und Energie!

Die armen Tiere im SeaWorld Streichelbecken waren deren traurige Verwandte. Eingesperrt, beengt und eine Zielscheibe für die Aggressionen der anderen Pool-Insassen, für Angriffe durch fisch-neidende Möwen und für Väter, die die Tiere an den Fluken ziehen und einem großen Risiko aussetzen, um ihren Kindern eine bessere Sicht auf die Delfine zu ermöglichen. Es ist ein Leben im Stress, mit konstantem Lärm, menschlicher Interaktion und totem Fisch, gefüllt mit Vitaminen und Medikamenten.

Die Tiermedizinerin Heather Rally berichtete von einer „besorgniserregender Anzahl“ von Delfinen im SeaWorld Orlando mit „Hautverletzungen begleitet von Infektionskrankheiten“. Sie schlussfolgerte, dass der Kontakt mit Besuchern mit ungewaschenen Händen Bakterien übertrug und die Delfine in den Streichelbecken stresste. Das Füttern der Tiere in diesen Becken ist mittlerweile nicht mehr gestattet, die direkten Interaktionen bleiben jedoch bestehen.

Während die Öffentlichkeit und die Medien seit Blackfish ihren Fokus auf die Orcas in SeaWorld richteten, wurden in den letzten Jahren auch Geschichten über die „vergessenen Delfine” in der Presse laut. Eine besonders tragische dreht sich um Betsy, einen weiblichen Commerson-Delfin von 33 Jahren. Sie starb im Januar diesen Jahres nur wenige Tage nach ihrem Transport von SeaWorld Antonio in den Aquatica Park Orland. Seit ihrer Ankunft in Orlando hatte sie nicht gegessen. Betsy wurde 1983 in Chile im Alter von nur wenigen Monaten zusammen mit elf weiteren Delfinen dem Meer entrissen. Sie sah den Ozean nie wieder. Der Umzug in den Aquatica Park war eine Fehlentscheidung von SeaWorld. Die Sterberate steigt jedes Mal deutlich an, sobald ein einzelner Delfin in eine neue Umgebung transportiert wird.

Der zwölfjährige Weißstreifendelfin Dart starb im Februar. Er wurde im SeaWorld San Antonio geboren und verbrachte dort sein gesamtes, kurzes Leben. Delfine zeigen wie andere gefangene Tiere kaum Anzeichen für eine Krankheit, bevor ein plötzlicher Tod eintritt oder eine tierärztliche Behandlung eingeleitet werden kann. Der Fall vom achtjährigen Tümmler Lagos ist ähnlich – der Delfin starb im SeaWorld-Park Orlando im Juni 2015. Berichten zufolge verweigerte er das Essen am Sonntag, um am Montag darauf womöglich an einer Lungenentzündung zu sterben. Zwischen 2004 und 2014 kamen mindestens 62 Tümmler in den vier SeaWorld-Einrichtungen zu Tode.

Lasst uns also die Delfine von SeaWorld nicht vergessen!

Bitte unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition! Appellieren Sie an British Airways, keine Tickets für SeaWorld zu verkaufen!

Cathy Williamson

Über Cathy Williamson

Policy manager - End Captivity Programme Lead