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Blue whale (balaenoptera musculus) A blue whale surfacing whilst travelling at high speed.

Und es macht doch einen Unterschied

Am 19. Januar erhielt ich eine E-Mail mit dem Betreff "Neuigkeiten zu AmazonSmile". Mit Erstaunen...
(C) Sansert Sangsakawrat

Blauwale und die Bedrohung durch Mikroplastik – wie wir dieses Problem lösen können

Unsere Liebe zum Kunststoff begann in den 1950er Jahren. Damals revolutionierte er die gesamte Industrie....
Verletzungen am Rückgrat von Walen, die bei der Kollision mit einem Schiff entstehen, sind besonders gefährlich. (C) WDC North America

Das alarmierende Schicksal von Buckelwal „Moon“

Verletzungen am Rückgrat von Walen, die bei der Kollision mit einem Schiff entstehen, sind besonders...
(C) ORES / Ursula Tscherter

Die Macht des Schweinswal-Kots

Wir finden immer mehr Belege dafür, wie wichtig Wale für ein gesundes marines Ökosystem sind....

Walbeobachtung im Pelagos Schutzgebiet

Wale und Delfine in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten ist eine ganz besondere Erfahrung, die ich nun auch in Südfrankreich erleben durfte. Entlang der Küste gibt es verschiedene Anbieter für verantwortungsvolle Walbeobachtung, die das High Quality Whale Watching Zertifikat von ACCOBAMS tragen.

Mit diesem Label wird sichergestellt, dass sich ein ausgebildeter Experte an Bord befindet, der nicht nur über die im Schutzgebiet lebenden Wale und Delfine Bescheid weiß, sondern auch eine Menge Hintergrundwissen zu anderen Meeresbewohnern mitbringt. Darunter fallen zum Beispiel Fische, Seevögel oder Schildkröten.

Die Anbieter verhalten sich respektvoll, sobald sie sich Meeresbewohnern nähern. Keiner der Anbieter bietet Schwimmen mit Delfinen an oder verwendet Drohnen, um die Meeressäuger aufzuspüren – sie könnten sich dadurch gestört fühlen, wenn diese zu nah über dem Wasser fliegen. Sobald man sich einem Wal oder Delfin nähert, wird der Motor ausgestellt. Man fährt nie direkt auf sie zu, um Kollisionen zu vermeiden. Manchmal schwimmen sie jedoch von sich aus relativ nah an ein Walbeobachtungsboot heran.

Das Pelagos Schutzgebiet befindet sich zwischen Südfrankreichs Küste, Sardinien und Italien und misst etwa 87.000 km² Wasseroberfläche. Es wurde im Jahr 1999 unter anderem deshalb eingerichtet, weil dort intensiver Schiffsverkehr herrschte und Kollisionen mit Walen ein gravierendes Problem waren. Der Schiffsverkehr im Schutzgebiet ist seither eingeschränkt, ebenso die Fischerei, da sich Meeresbewohner häufig in Treibnetzen verfangen und nicht mehr zum Atmen auftauchen können.

Im Pelagos Schutzgebiet halten sich viele verschiedene Meeressäuger dauerhaft auf, weil es dort ein besonders gutes Nahrungsangebot gibt –  darunter Finnwal, Pottwal, Cuvier-Schnabelwal, im August und September wegen der hohen Wassertemperatur sogar Grindwale. Außerdem werden dort regelmäßig Gemeine Delfine, Große Tümmler, Streifendelfine und Rundkopfdelfine gesichtet.  Sogar Orcas, Rauzahndelfine, Kleine Schwertwale und Zwergwale hat man dort bereits angetroffen!

Während meines Walbeobachtungsausfluges hatte ich das Glück, zwei große Finnwale zu beobachten. In der Regel werden sie seltener gesichtet als andere Arten, da sie sehr schnell schwimmen und tief tauchen können. Außerdem tauchen sie nicht vollständig auf, sondern man sieht nur einen Teil ihres Rückens und die Finne, bevor sie wieder hinabtauchen.

Es war eine wunderschöne Erfahrung, diese riesigen Wale in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können!

Weitere Informationen: Ratgeber verantwortungsvolle Walbeobachtung