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Färöer Inseln: 43 Grindwale sterben bei erster Treibjad der Saison

Treibjagd auf den Färöer Inseln: Bei der ersten Jagd in diesem Jahr wurden 43 Grindwale in der Bucht von Hvannasund getötet. 2015 waren insgesamt 508 Grindwale geschlachtet worden.

Die jährlichen Treibjagden sind im Hinblick auf Tier- und Artenschutz höchst bedenklich. Zudem stellt der Verzehr des Fleisches ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar.

Grindwale sind sehr soziale Tiere, die extrem darunter leiden, bei den Treibjagden die Tötung ihrer Familienmitglieder mit ansehen zu müssen. Sobald die Tiere am Ende der Jagd im flachen Uferbereich stranden, werden ihnen stumpfe Metallhaken in die Atemlöcher gerammt. An diesen werden sie ans Ufer gezogen, wo sie  mit einem Messer oder einer spitzen Lanze getötet werden.

In den letzten Jahren hat die Arbeit von WDC im Hinblick auf diese Treibjagden ein weniger sichtbares Profil angenommen: Lautstarke öffentliche Proteste scheinen die Unterstützung der Jagden auf den Inseln nur zu bestärken. Dagegen birgt die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den Behörden vor Ort vielversprechende Möglichkeiten, auf ein Ende der Jagden hinzuarbeiten. Durch die Arbeit mit lokalen „Grassroots“-Bewegungen bekommen wir ein  besseres Verständnis der Hintergründe der Delfinjagden und können so gemeinsam versuchen, Lösungen zu finden. Keine Form der Wal- und Delfinjagd ist für WDC akzeptabel und wir versuchen, neue Wege zu finden, um ein baldiges Ende der Jagden zu erzielen.

Immer mehr Menschen auf den Färöern sprechen sich für ein Ende der Treibjagden aus. WDC ist überzeugt, dass die Unterstützung dieser lokalen Bewegung der nachhaltigste Weg ist, um Fortschritte zu erzielen.

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.