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Von der Praktikantin zur offiziellen Walretterin

Patenschafts-Päckchen schnüren, Beiträge verfassen und plötzlich in Lissabon auf der Ozeankonferenz stehen. Alles ist möglich...

Bestände vs. Population − warum wir bei WDC einen Unterschied machen

© Nicola Hodgins Biolog:innen, Politiker:innen, Umweltmanager:innen und Umweltschützer:innen sprechen oft von "Beständen", wenn sie sich...
Treibjagd auf den Färöern (C) WDC

Delfinjagd auf den Färöern − Enttäuschung ist eine Untertreibung

Nicht nur ich habe gehofft, dass die "Überprüfung der Delfinjagd" vor den Färöer Inseln wesentliche...
Die norwegische Regierung unterstützt den Zwergwalfang und genehmigte auch die Experimente. © Vanessa Mignon

Es kam, wie es kommen musste: Zeit die Hörtests an Zwergwalen zu beenden!

Die zweite Forschungssaison eines bisher erfolglosen Experiments an Zwergwalen, deren Reaktion auf Lärm getestet werden...

Neues Walbier mit fadem Beigeschmack

Australische Brauer haben ein neues Bier auf den Markt gebracht, das mit Ambra – einem Pottwalsekret – hergestellt wird.

Die Brauerei teilte mit, dass das sogenannte ‚Moby Dick Bier‘ mit geringen Mengen des wachsigen und faulig riechenden Walnebenprodukts hergestellt wird. Es wurde eigens für ein Bierfestival in Melbourne kreiert.

Ambra entsteht in den Gedärmen von Pottwalen und schützt diese vor Verletzungen durch unverdauliche Nahrungsteile, vor allem Tintenfischschnäbel. Es gelangt als Kotstein oder durch Erbrechen ins Meer und wird im Laufe von Jahren bis Jahrzehnten durch  Salz und Sonneneinwirkung zu einem harten „Stein“ geformt. Ambra wird noch immer von der Kosmetikindustrie dazu genutzt, den Duft von Parfum haltbarer zu machen. Da es jedoch nur sehr selten gefunden wird, erzielt es bei Auktionen hohe Preise.

Bereits 2014 hat eine isländische Brauerei eine internationale Kontroverse ausgelöst, nachdem sie ein Bier mit Walbestandteilen für ein örtliches Fest herausbrachte.

Der aktuelle Fall, in dem Ambra in einem Bier verarbeitet  wird, scheint eine Werbemasche zu sein. Tatsächlich ist es in den meisten Ländern legal, Ambra am Strand zu sammeln, da es als Abfallprodukt gilt und damit nicht dem Regelungsbereich des Washingtoner Artenschutzabkommens unterliegt, welches üblicherweise den Handel mit derartigen Waren reglementiert. In Australien ist die Lage hingegen anders. Ambra wird hier als Walerzeugnis betrachtet und sein In- und Export fällt somit unter den Environment Protection and Biodoversity Conservation Act von 1999. 

Der Handel mit Walprodukten oder ihren Nebenprodukten trägt dazu bei, die Sicht auf den Wal als Konsumgut weiterhin aufrecht zu erhalten.

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.