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Ende der Walfangsaison vor Island: 148 Finnwale getötet

Die isländische Finnwaljagd ist für dieses Jahr beendet. Die traurige Bilanz: 148 Wale wurden seit...
Massenstrandung vor Tasmanien. (Uncredited/Australian Broadcasting Corporation/dpa)

Nach Massenstrandung: Wal-Kadaver werden aufs offene Meer gebracht

Massenstrandung vor Tasmanien. (Uncredited/Australian Broadcasting Corporation/dpa) Am 21. September 2022 sind etwa 230 Grindwale in...
Großer Tümmler in Gefangenschaft (C) Rob Lott

Drei Delfine sterben innerhalb von fünf Monaten in Las Vegas

Großer Tümmler in Gefangenschaft (C) Rob Lott Im US-amerikanischen Hotel "The Mirage" in Las Vegas...

Erster Meeresbeauftragter der Bundesregierung nimmt seine Arbeit auf

Die Bundesregierung hat mit Sebastian Unger erstmals einen Meeresbeauftragten bestellt. Seine Aufgabe wird sein eine...

Orca Tilikum schwer krank

In einem Statement auf seiner Webseite hat SeaWorld bekannt gegeben, dass Orca Tilikum schwer krank ist. Der Schwertwal, dessen Geschichte durch den Film BLACKFISH Millionen von Menschen auf das Geschäft mit Orcas in Gefangenschaft aufmerksam gemacht hat, leidet an einer lebensgefährlichen bakteriellen Lungeninfektion, so SeaWorld.

„Seit Tilikum vor 23 Jahren Teil der SeaWorld-Familie geworden ist, hat er die beste tierärztliche Versorgung und Betreuung bekommen, die es für Schwertwale gibt“ schreibt das Unternehmen. Man muss jedoch bedenken, dass Tilikum dafür zuerst seiner wahren Familie vor den Gewässern Islands entrissen wurde und Orcas in freier Wildbahn auch ohne tierärztliche Versorgung überleben können. Das Geschäft mit Orcas in Gefangenschaft boomt, Delfinarien wie SeaWorld verdienen Millionen Dollar damit, hochsoziale und intelligente Meeressäuger zur Unterhaltung zahlendem Publikum vorzuführen.

Es ist jedoch nicht ansatzweise möglich, den natürlichen Lebensraum Ozean in einem Betonbecken nachzuahmen. Schwertwale in freier Wildbahn leben in engen Familienverbänden und schwimmen zweitweise mehr als 100 km am Tag. Sie haben je nach Region in der sie leben eigene Dialekte und Jagdstrategien und bevorzugen verschiedene Beute (von einer bestimmten Lachsart oder Hering über Rochen und Haie bis hin zu anderen Meeressäugern).

Vor sechs Jahren erlangte Tilikum traurige Berühmtheit, als er im Februar 2010 die Trainerin Dawn Brancheau im SeaWorld-Park in Orlando in Florida (USA) ins Wasser zog und tötete. Seither wurde er sehr isoliert gehalten und wurde wie in diesem Video einer SeaWorld-Besucherin häufig bewegungslos an der Oberfläche treibend beobachtet.

Delfinarien betonen oft, dass die dort gehaltenen Meeressäuger Botschafter ihrer Art sind. Tilikum’s Beispiel zeigt jedoch deutlich, dass sie vor allem Botschafter dafür sind, dass Wale und Delfine nicht in Gefangenschaft gehalten werden können.

Wir werden uns weiterhin unermüdlich für die Schließung von Delfinarien einsetzen und dafür, dass bereits in Gefangenschaft lebende Meeressäuger, die nicht in die freie Wildbahn zurück gebracht werden können, ihr weiteres Leben in Refugien verbringen können.


Über Ruth Schloegl

Leiterin Bildung - Als Bildungsreferentin kämpft Ruth Schlögl gemeinsam mit den jüngsten Umweltschützer*innen für den Schutz von Walen und Delfinen.