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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Ist ein Selfie das wirklich wert?

Die Nachricht über den grausamen Tod eines Delfinbabys in Argentinien zeigt wieder einmal, wie weit der Mensch sich von der Natur entfernt hat. Besucher eines Strandes nahmen den jungen La-Plata-Delfin aus dem Wasser, um Selfies mit dem Delfinbaby zu machen. Er wurde herumgereicht wie ein schickes Accessoire – ohne zu bedenken, dass Stress und Sonneneinstrahlung eine tödliche Gefahr für ihn darstellen. Das perfekte Urlaubsbild scheint wichtiger zu sein als das Wohl des kleinen Delfinbabys.

WDC setzt sich seit Jahren weltweit für Wale und Delfine ein – auch für den Schutz des La-Plata-Delfins. Heutzutage gibt es nur noch etwa 30.000 von ihnen in freier Wildbahn. Die Art ist stark vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste der IUCN. Im Südwest-Atlantik wird sie sogar als die am stärksten bedrohte Delfinart eingestuft.

Der La-Plata-Delfin kommt ausschließlich an der Küste Argentiniens, Brasiliens und Uruguays vor. Über die letzten drei Generationen hat die Population um etwa 30 Prozent abgenommen – und diese Schätzung ist wahrscheinlich noch untertrieben. Jedoch verdeutlichen die Zahlen, wie schlecht es um das Überleben dieser Delfinart steht.

Ihre Zahl sinkt, denn die Fischerei nimmt rapide zu und immer mehr Delfine verfangen sich in Fischernetzen, wo sie qualvoll ersticken. Auch ihre Nahrungsressourcen sind unzureichend. Obwohl die internationale Gemeinschaft die Probleme kennt, wurde bisher wenig getan, um den Bestandsrückgang zu stoppen.

WDC in Aktion

Seit 2011 arbeitet WDC mit der Organisation Fundación Cethus zusammen, die vor Ort aktiv ist. Gemeinsam wurden bereits mehrere Projekte zum Erhalt der Art durchgeführt. Es ist nur wenig über die Lebensräume des La-Plata-Delfins bekannt. Unser Ziel ist es, die reale Populationsgröße abzuschätzen und ihre Habitate ausfindig zu machen, die essentiell für die Aufzucht der Jungen und die Nahrungsaufnahme sind.

Durch eine starke Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden steigt die Aufmerksamkeit für die bedrohten Meeressäuger. Es werden immer mehr Maßnahmen zur Reduzierung von Beifang und zur Schaffung neuer Meeresschutzgebiete unternommen. Der Schutz der La-Plata-Delfine steht noch ganz am Anfang. Wir wissen, dass es essentiell ist, unseren bisherigen Erfolg auszubauen und gezielte Aktionen zu planen, mit denen die Delfine in Zukunft besser geschützt werden können.

Unsere Kollegen in Argentinien benötigen dazu Ihre Hilfe!