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Walrettung in Island – ich war dabei!

Unsere Praktikantin Nena berichtet in diesem Blogbeitrag von ihren Erlebnissen in Island und ihrem Praktikum bei WDC in München.


Da taucht sie auf! Riesig, wunderschön, majestätisch und doch getrübt von etwas, was da definitiv nicht hingehört. Ein Fischernetz um die Fluke eines Buckelwals.

Im August letzten Jahres war ich zum Wandern auf Island. Island war auch aufgrund der vielen Walarten, die man dort beobachten kann, unser Reiseziel in diesem Jahr. Nach bereits zwei Tagesetappen ging es mit einem kleinen Boot auf See zum Whale Watching. Plötzlich wurde das Boot langsamer. Der Kapitän bekam eine Nachricht per Funk von der Küstenwache Islands. Sie seien gemeinsam mit einem Team von Experten ganz in der Nähe und versuchten einen Buckelwal von einem Fischernetz zu befreien.

Und tatsächlich konnte ich das ganze Geschehen mit verfolgen. Ein Stück weg sahe ich ein kleines Schlauchboot mit drei Mann an Bord, etwas abseits, das Schiff der Küstenwache. Und da taucht wie aus dem Nichts die Fluke des Buckelwals direkt vor dem Schlauchboot auf. Dieser Anblick ließ das Schlauchboot noch kleiner wirken, und der Größenvergleich zu der Drei-Mann-Besatzung verdeutlichte die Größe dieser einzigartigen Buckelwalfluke. Ich konnte noch ein kleines Stück Netz sehen, dass an der Fluke des Meeressäugers hing. Aber alles in allem waren die Retter am Ende ihrer mehrstündigen Arbeit fähig, den Buckelwal zu befreien. Etwa eine Viertelstunde später tauchte der fantastische Riese wenige Meter neben uns auf, holte tief Luft, tauchte wieder ab und verschwand in die Weiten des Meeres.

Für mich war der Tag, vielleicht sogar der ganze Island Aufenthalt ein voller Erfolg! Sicher auch ein Erfolg für Island, eine Nation die auch für ihren Walfang bekannt ist. Daher ist es umso schöner, Island als Walnation zu sehen, die immer mehr erkennt, dass ein lebendiger Wal viel mehr wert ist, als ein toter.

Ein majestätischer Buckelwal, lebendige Weißschnauzendelfine, fressende Zwergwale und hunderte von Papageitauchern! Wunderbar!!

Wieder in Deutschland angekommen recherchierte ich ein bisschen über den Buckelwal vor Island. Auf der WDC Seite las ich, dass sie den Kontakt zwischen Whale Watching Anbietern und Experten aus England und den USA hergestellt hatten. Daraufhin wurde ein Team zusammengestellt, um den Wal zu befreien. Mit vollem Erfolg!  

Ich hatte schon viel über WDC gelesen und jetzt war klar: Ich will wissen, wie diese Organisation arbeitet. So kam ich zu meinem Praktikum in München. Und nun bin ich seit fünf Wochen dabei! Während meiner Zeit hier bin ich vor allem in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eingebunden, bekomme  aber auch viele Einblicke in andere Bereiche, wie das Organisieren von Projekten und Kampagnen.  Wie ist eine gemeinnützige Organisation aufgebaut, wie werden Projekte finanziert, wie können wir die Öffentlichkeit noch mehr auf unsere Arbeit aufmerksam machen… Es gibt jetzt so viele Dinge, die ich jetzt besser verstehen und nachvollziehen kann!

Ich danke Euch jetzt schon für die gute, herzliche und lehrreiche Zeit in Eurem Büro in München und bin sehr gespannt was die nächsten Wochen mit sich bringen!