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Gestrandeter Orca: erste Untersuchungsergebnisse veröffentlicht

Am 8. Januar wurde auf Sylt ein toter Schwertwal gefunden und zur Untersuchung in das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Universität Hannover in Büsum gebracht. Das Institut gab heute erste Ergebnisse der Obduktion bekannt.

Der männliche Schwertwal ist etwa 2,5 Meter lang und hat ein Gewicht von 185 kg. Aufgrund seiner Größe und der Milch, die im Magen des Meeressäugers gefunden wurde, handelt es sich um ein Jungtier. Möglicherweise hat der junge Orca seine Mutter während eines Sturms verloren. Es wird angenommen, dass er lebend gestrandet ist.

Den bisherigen Ergebnissen zufolge war der Schwertwal gesund. Nun wird er genetisch analysiert, um die Herkunft des Tieres zu klären. Ebenso wurden CT- und MRT-Aufnahmen gemacht. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden wahrscheinlich in zwei bis vier Wochen vorliegen.

Seit 1940 ist dieser Orca der fünfte seiner Art, der an einer deutschen Küste gestrandet ist. Schwertwale sind sonst in den Polarmeeren sowie im Nordatlantik und Nordpazifik zu Hause.

WDC Experten sind beunruhigt über die Vielzahl der Strandungen in den vergangenen Wochen, denn außer dem jungen Orca sind dieses Jahr bereits 30 Pottwale entlang der Nordseeküste gestrandet.