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Schutzgebiet für Wale an der US Ostküste deutlich erweitert!

Jahrelanger Einsatz von WDC führt zum Erfolg

Jahrelang hat sich WDC gemeinsam in einer Allianz aus Umwelt- und Tierschutzverbänden dafür stark gemacht – jetzt ist es endlich soweit: Das Schutzgebiet für Nordatlantische Glattwale entlang der US Ostküste wurde auf etwa 100.000 km² ausgeweitet. Es schützt Geburtsplätze und Nahrungsgründe der letzten 500 Nordatlantischen Glattwale.

Die neue Richtlinie basiert auf der Petition von 2009, die von WDC gemeinsam mit weiteren Organisationen wie Defenders of Wildlife und Humane Society eingereicht wurde. Die zuständige US Bundesbehörde (National Marine Fisheries Service / NMFS)  hat damit einen wichtigen Schritt gesetzt, ohne den die verbliebenen 500 Tiere dieser stark bedrohten Art höchstwahrscheinlich aussterben würden.


„WDC ist begeistert, denn das bisherige Schutzgebiet war begrenzt auf die Lebensräume zur Aufzucht der Jungtiere. Jedoch waren die Wanderstrecken der Wale zur Nahrungssuche bisher nicht geschützt, “ so Regina Asmutis-Sylvia, Leiterin des US Büros von WDC. „Wir Menschen sollten auf dem Weg zwischen Arbeit und Zuhause sicher sein, Glattwale sollten auf ihrem Weg zwischen Nahrungsgründen und Kinderzimmer auch sicher sein.“

Geltendes Artenschutzrecht umgesetzt

Die zuständige Behörde hat eingeräumt, dass die Erweiterung des Schutzgebietes wesentlich für den Schutz der Glattwale ist. Sie sind insbesondere durch Kollisionen mit Schiffen und dem Verfangen in Fischernetzen bedroht. Diese Probleme können zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Die Behörde kommt nun endlich ihren Verpflichtungen im Rahmen des geltenden Artenschutzrechtes nach. Darin wird festgelegt, dass das Fortbestehen bedrohter Arten nicht durch menschliche Aktivitäten gefährdet sein darf.

Weite Teile der US Küste noch nicht geschützt

Der Einsatz von WDC für den Glattwal geht jedoch weiter. Sein Lebensraum erstreckt sich in den Vereinigten Staaten über insgesamt 88.000 km Küstengebiet, von dem bisher nur ein Teil geschützt ist. Der Schutz ist essentiell, damit sich die Art langfristig erholen kann, nachdem sie durch den kommerziellen Walfang im 18. und 19. Jahrhundert fast ausgerottet wurde. Zu bedenken ist, dass sich Glattwale relativ langsam fortpflanzen – sie werden erst ab einem Alter von acht Jahren geschlechtsreif und bekommen im Durchschnitt nur alle vier Jahre ein Baby.

Deshalb fordert WDC gemeinsam mit anderen Organisatoren, die Schutzgebiete für Paarung, Aufzucht der Babys und Nahrungssuche entlang der Ostküste um mehr als das Zehnfache zu erweitern. Nur so sind die Glattwale langfristig sicher!

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