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Fünf weitere Pottwale in Großbritannien gestrandet

Nach den zwölf an deutschen und dänischen Küsten gestrandeten Pottwalen sind in den letzten Tagen fünf weitere Tiere an der britischen Küste bei Skegness verendet. Seit Beginn der Aufzeichnungen von Pottwalstrandungen an der englischen Küste im Jahr 1913 ist dies das bisher schlimmste Ereignis.

Die fünf in Großbritannien gestrandeten Wale gehören wahrscheinlich zusammen. Ob eine Verbindung zu den anderen gestrandeten Tieren besteht wird derzeit untersucht. Auch diese Pottwale befanden sich auf Nahrungssuche und verloren in der vergleichsweise flachen Nordsee die Orientierung. Pottwale sind normalerweise Tiefseebewohner und jagen dort Kalmare.

Nun drängt sich umso mehr die Frage auf, ob es einen auslösenden Faktor gab, der die vielen Pottwale gemeinsam auf die falsche Route in die Nordsee brachte. Ein militärisches Manöver unter Einsatz von extrem lauten Sonargeräten oder seismische Untersuchungen, bei denen ebenso laute Schallkanonen eingesetzt werden, käme beispielsweise in Frage.

Trophäenjäger stehlen Pottwalzähne

Berichten zufolge sind bereits Trophäenjäger im britischen Skegness unterwegs, die es auf die Pottwalzähne abgesehen haben. Einige Zähne wurden gewaltsam entfernt. Dabei handelt es sich um eine Straftat. Einer der Wale, der in der Nähe von Gibraltar Point strandete, wurde zudem mit Graffiti besprüht.

Quellen: Spiegel Online & The Guardian