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WDC-Projekt schützt Wale vor Verheddern in Fischernetzen

Reusen an Bord eines schottischen Fischerboots © WDC In einem wegweisenden Gemeinschaftsprojekt mit schottischen Fischer:innen...
In der letzten Saison tötete die japanische Walfang-Flotte 83 Zwerg-, 187 Bryde- und 24 Sei-Wale. Nun sollen Finnwale ebenfalls zur Jagd freigegeben werden. © Mark Votier

Schlechte Aussichten für Finnwale in Japan

In der letzten Saison tötete die japanische Walfang-Flotte 83 Zwerg-, 187 Bryde- und 24 Sei-Wale....
Dieser Finnwal musste mit zwei Harpunen beschossen werden und musste lange Todesqualen erleiden. © Hard To Port

Island nimmt den Walfang wieder auf

Dieser Finnwal musste mit zwei Harpunen beschossen werden und musste lange Todesqualen erleiden. © Hard...
Walfang auf Island

Neuer Bericht zeigt: Wale in Island leiden weiter

Dieser Wal starb erst nach zwei Harpunenschüssen und musste leiden. © Hard To Port /...

Pottwale auf der Insel Wangerooge gestrandet

Am 08.01.2016 wurden zwei männliche Pottwale an der Ostseite der Nordseeinsel Wangerooge angeschwemmt. Es ist möglich, dass die 12 und 13 Meter langen Meeressäuger bereits tot an Land getrieben wurden. Die genauen Ursachen für ihren Tod sind derzeit noch unklar, Proben für eine Untersuchung und für eine genetische Analyse zur Herkunft der Tiere wurden bereits am Samstag entnommen. Am 12.01.2016 wurden aktuellen Informationen zufolge drei weitere Pottwale tot aufgefunden.

In den geringen Wassertiefen der Nordsee kommen Pottwale normalerweise nicht vor. Aus arktischen Gewässern Richtung Süden schwimmend sind sie möglicherweise zu früh in die durchschnittlich nur etwa 100 Meter tiefe Nordsee abgezweigt und kamen so von ihrer Route in wärmere Gewässer ab. Da auch schon vor der Zeit von Offshore-Windkraftanlangen im Meer Wale gestrandet sind, wird Unterwasserlärm als Ursache für eher unwahrscheinlich gehalten. Unterwasserlärm kann aber durchaus zur Desorientierung der Wale beigetragen haben. Im Jahr 1994 wurde ein Pottwal auf Baltrum, zwei Jahre darauf einer auf Norderney angespült. Auch kleinere Meeressäuger wie Orcas haben sich schon in die Nordsee verirrt.

Die zum Teil aus Elfenbein bestehenden Unterkiefer der zwei am Wochenende gestrandeten Pottwale wurden abgetrennt und gesichert, um sie vor Wilderern zu schützen. Des Weiteren werden Vorgehensweisen zum Abtransport oder einer Ausleitung der Gase in den Kadavern diskutiert, da diese sonst explodieren könnten. Auch der Verbleib der beeindruckenden Skelette der Meeresgiganten gibt Anlass zu Diskussionen.

Quellen: Zeit Online & NDR