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Japan nimmt Walfang in der Antarktis wieder auf

Trotz fehlender Zustimmung der Internationalen Walfangkommission (IWC) und des klaren Urteils des Internationalen Gerichtshofes, der den japanischen Walfang in der Antarktis 2014 für illegal erklärt hatte, hat Japan heute offiziell bekannt gegeben, dass es eigenmächtig sein „wissenschaftliches“ Walfangprogramm in den kommenden Wochen wieder aufnehmen wird.

Im Mai 2014 hatte zudem das wissenschaftliche Komitee der IWC den neuen japanischen Forschungsantrag „NEWREP-A“ für unzureichend befunden. 44 Wissenschaftler hatten in einer Erklärung dargelegt, dass das geplante Programm nicht in der Lage sei, die Notwendigkeit von tödlichen Forschungsmethoden zu belegen. Nichtsdestotrotz gab Japan nun gegenüber der IWC bekannt, dass es „… die Hauptelemente der zusätzlichen Arbeitsschritte und Analysen abgeschlossen habe. Die Ergebnisse dieser zusätzlichen Prüfungen hätten bestätigt, dass i) Daten, die aus der lethalen Forschung unter NEWREP-A gewonnen werden, zur Verbesserung des Schutzes und dem Management der Walpopulationen beitragen werden und ii) die vorgeschlagene Probenmenge (333 Zwergwale) begründet sei, selbst wenn man verschiedene Unsicherheiten in Betracht zieht.“

Die japanische Regierung ignoriert somit die Stimme der Wissenschaft und widersetzt sich mit diesem Schritt der IWC, die noch nicht endgültig entschieden hat, wie das Urteil des Internationalen Gerichtshofes umgesetzt werden soll. Gleichzeitig ignoriert Japan das Urteil und die Befugnis des Internationalen Gerichtshofes.

„Die Internationale Gemeinschaft ist nun in der Pflicht, diesen Affront Japans kollektiv zu verurteilen und entschieden die Konsequenzen zu ziehen. Japan verdeutlicht mit diesem Schritt klar seine Rolle als Piratenwalfänger des 21. Jahrhunderts“, so Astrid Fuchs, Programmleiterin bei WDC.

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