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Flussdelfine des Mekong durch Damm-Bau-Projekt bedroht!

Der geplante Bau eines Dammes von knapp zwei Kilometern Länge in Laos direkt vor der kambodschanischen Grenze sorgt derzeit für Konflikte zwischen den Nachbarländern. Laos will an den Plänen zum Bau des Don Sahong Dam Projektes festhalten – ungeachtet der Gegenwehr seiner Nachbarländer Vietnam und Kambodscha.

Naturschutzexperten und Anwohner sprachen sich ebenfalls gegen den Bau des Dammes aus und sorgen sich um das Wohlergehen der Irawadi-Flussdelfine, die flussaufwärts des Projektes leben. Die Flussdelfine sind bereits durch illegale Fischerei stark gefährdet und ihre Anzahl sinkt stetig: Während 1997 noch etwa 200 Flussdelfine im kambodschanischen Mekong lebten, sind es heute nur noch etwa 80. Das Dammprojekt würde ihren Lebensraum stark beeinflussen und könnte ihr Aussterben bedeuten, so wie bei anderen Populationen in Indien.

Das Don Sahong Damm Projekt birgt vielfältige Gefahren für die Flussdelfine

  • In der Bauphase wird das Gestein unterhalb des Flusses gesprengt, was enormen Lärm bedeutet.
  • Der Damm wird die Verbreitung von Fischen stark verändern, welche die Nahrungsquelle der Delfine darstellen.
  • Der fallende Wasserstand wird den Lebensraum der Delfine beeinträchtigen.

Bei einer Protestaktion in der Provinz Kratie demonstrierten rund 400 Menschen gegen den Bau des Dammes und setzten sich so für die Rettung der Delfine ein. Viele der Einwohner sehen die Flussdelfine als ähnlich wichtige Touristenattraktion wie die weltbekannte Tempelanlage Angkor Wat.

Positiv zu bewerten sind dagegen die jüngsten Zählungen in Indien, die einen Populationsanstieg der Ganges-Delfine im Fluss Chambal verzeichnen. Eine neue Untersuchung der Regierung und mehreren gemeinnützigen Organisationen Anfang Oktober zählte 107 Delfine, 32 mehr als bei der Zählung 2014, die 75 Delfine dokumentierte.

Experten führen den möglichen Populationsanstieg auf den natürlichen Lebensraum der Delfine zurück: es befinden sich weder natürliche noch menschengemachte Barrieren (wie z.B. Dämme) im Fluss. Der Ganges-Delfin kann sich somit weitestgehend ungehindert bewegen und ihm stehen auch tiefere Stellen im Flussgebiet zur Verfügung.

Jetzt wird sogar ein Delfinbeobachtungscenter geplant, um dauerhaft auf die gefährdeten Delfine innerhalb des Gebietes und ihren Schutz aufmerksam zu machen. Andere Populationen des Ganges-Delfins sind jedoch weiterhin stark durch Dämme und den damit verbundenen Verlust des Lebensraumes bedroht.