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SeaWorld gibt Ende der Orca-Shows in San Diego bekannt

Eine überraschende Nachricht erreichte uns aus den USA: SeaWorld gab bekannt, seine  Orca-Shows im Park in San Diego, Kalifornien, im Jahr 2017 zu beenden. Das Unternehmen war zunehmend in die Kritik geraten, vor allem durch den Dokumentarfilm BLACKFISH

Sinkende Besucherzahlen, schlechte Aktien-Performance und die Entscheidung der zuständigen Behörde in Kalifornien, die Erweiterung der Orca-Becken bei SeaWorld in San Diego nur zu erlauben, wenn der Park das Orca-Zuchtprogramm beendet setzen dem Unternehmen merklich zu. Auch eine mehrere Millionen Dollar teure PR-Kampagne konnte daran nichts ändern sondern rief sogar noch mehr Kritik hervor.

Wie eine lokale Zeitung am Montag berichtete, soll das „Shamu Stadium“, wo momentan die Orca-Shows bei SeaWorld San Diego stattfinden, gegen eine „natürlichere“ Beckenlandschaft ausgetauscht werden, wo die Besucher „natürliche Verhaltensweisen“  der Orcas sehen können und zum Schutz der Meeressäuger angeregt werden sollen. Die Shows in den beiden anderen Delfinarien des Unternehmens, in Orlando (Florida) und San Antonio (Texas),  werden unverändert weitergehen und auch sein Orca-Zuchtprogramm will SeaWorld nicht beenden. 

SeaWorld-Geschäftsführer Joel Manby sagte gegenüber Investoren, SeaWorld würde den Wünschen seiner Besucher entsprechen. In Gefangenschaft werden Orcas jedoch fast ausschließlich unnatürliche Verhaltensweisen antrainiert und sie leben in Gruppen-Zusammensetzungen, die es in freier Wildbahn so nicht gäbe. Aus diesen und weiteren Gründen können Delfinarien den Besuchern keinen Eindruck von wildlebenden Orcas vermitteln.

„Wir sehen die Entwicklungen bei SeaWorld durchaus kritisch“, so WDC-Kampagnenreferent David Pfender. „Eine Präsentation ohne Musik bedeutet nicht, dass die Orcas ein artgerechteres Leben führen können“. 

Weitere Informationen zu den derzeit in Gefangenschaft lebenden Orcas finden Sie hier. 

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.