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© CSIP-ZSL

Wie helfen uns tote Wale?

Wale, die nach ihrem Tod an Land gespült werden, sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für viele...
© Christopher Swann

Um die Erde zu schützen, müssen wir über Wal-Kot und -Kadaver sprechen

Wir wissen, dass der Schutz der Wale unerlässlich ist, wenn wir die Erde retten wollen....
Rundkopfdelfin © Andy Knight

Wenn wir Rundkopfdelfine schützen wollen, müssen wir sie kennenlernen

Ehrenamtliche Bürger:innen helfen uns mit ihren Fotos, die Rundkopfdelfine vor Schottland besser zu verstehen. Rundkopfdelfine...

WDC im Kampf gegen den kommerziellen Walfang

Ereignisreiche Tage liegen hinter uns - was für eine Erfahrung! Die Konferenz der Internationalen Walfangkommission...

Tagebuch aus Taiji: Nicht schon wieder! Noch eine Treibjagd…

WDC Gast-Bloggerin Marna Olsen ist eine färöische Delfin- und Tierschützerin, die sich für ein Ende der Delfintreibjagden sowohl in Japan, als auch ihrer Heimat, den Färöer Inseln, engagiert. Momentan ist sie gemeinsam mit dem Schweizer Journalist Hans-Peter Roth in Taiji, Schauplatz der berüchtigten Delfintreibjagden, um von der Situation vor Ort zu berichten.

Kaum zu fassen, aber heute früh formierten sich die Jagdboote nahe am Horizont bereits wieder früh zu einer Linie. Schwarzer Rauch war sichtbar, rasches Hin- und Herfahren. Erneut war eine Treibjagd im Gang.

Die gejagten Tiere waren wiederum Rundkopfdelfine; eine kleine Schule von nur etwa sechs bis acht Delfinen. Schon zum 8. Mal seit Eröffnung der Jagdsaison vor zwei Monaten trieben die Jäger Rundkopfdelfine vor sich her.

Für einen ganz kurzen Moment keimte in unmittelbarer Nähe der Bucht von Taiji, wohin die Delfine getrieben wurden, nochmals Hoffnung auf. Zunächst tauchten sie ab und waren dann plötzlich in recht seichtem Wasser weiter draussen sichtbar wohin ihnen die Jagdboote nicht folgen konnten, in Richtung offenes Meer.

Würden Delfine es erstmals schaffen den Jägern durch die Untiefen zu entkommen? Das wäre neu! Und es wäre machbar! Aber auch den Rundkopfdelfinen war es zu seicht. Sie verloren im flachen Wasser die Orientierung und kehrten unter unseren traurigen Blicken wieder um, in die Fänge der Jäger.

Die Hoffnung war zunichte. Nun ging es ganz schnell. Mit dem ohrenbetäubenden Lärm ihrer Metallstangen trieben sie die verstörte, erschöpfte Familie in die Bucht und dort immer tiefer in die Todesbucht, unter die Blachen, die das Tötungswerk von unseren Blicken abschirmen sollen.

Diesmal dauerte die Treibjagd relativ kurz. Von der Entdeckung der Delfine bis zum Abtransport ihrer leblosen Körper vergingen zwei Stunden. Emotional erschöpft blieben wir zurück. Innerhalb von nur vier Tagen haben wir drei Treibjagden mitansehen müssen.

Marna Olsen

Über Astrid Fuchs

Astrid Fuchs leitet bei WDC Deutschland den Bereich Policy und strategische Entwicklung. Daneben koordiniert sie die EU-Arbeit und betreut die Bereiche Walfang und Delfinarien.