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Bedrohte Orcas: die Zeit wird knapp

Im Rahmen unserer Kampagne „Dämme brechen für Orcas“ haben wir in den vergangenen Wochen unsere Unterstützer in den USA dazu aufgerufen sich direkt an das Parlament zu wenden, um den Gesetzentwurf zum Abriss von vier Dämmen im Klamath River voranzubringen. Leider hat der zuständige Kongress nicht erkannt, wie wichtig das Überleben der Lachse für die bedrohten südlichen ortstreuen Schwertwale (Southern Residents) ist. Keiner der Dämme wurde bisher abgerissen.

Außerdem hat der Stamm der Yurok im Norden Kaliforniens seine zugesicherte Unterstützung zurückgezogen. Dies ist ein herber Rückschlag, denn die Kooperation mit den Yurok First Nations ist bei der Durchführung des Projekts sehr wichtig. Ein weiterer Initiator der Verhandlungen (der Stamm im Hoopa Valley) ist jedoch nach wie vor aktiv und hat rechtliche Schritte gegen den Betrieb der Dämme eingeleitet. Seit 2006 werden diese nur noch mit befristeter Genehmigung betrieben, da sie keine funktionierenden Fischtreppen haben. Dies verstößt gegen den sogenannten „Clean Water Act“ und gefährdet das Ökosystem des Klamath River. 

Die anhaltende Dürre in Kalifornien und im Pazifischen Nordwesten der USA und Kanadas stellen eine weitere Bedrohung für die Lachse dar. Niedrige Wasserstände und warme Temperaturen sind grundsätzlich schlecht für Lachse, selbst wenn sie nicht von Dämmen daran gehindert werden, in ihre Laichgebiete zurück zu kehren. Um ein Massensterben wie im Jahr 2002 zu verhindern wurde nun von den Behörden frisches Wasser in den Fluss geleitet. Dies kann aber nur eine Notlösung sein, auf Dauer brauchen Lachse einen frei fließenden Fluss, der mit Wasser aus den Bergen gespeist wird.

Greg Walden, ein Kongressabgeordneter in Oregon, scheint den Ernst der Lage erkannt zu haben. Obwohl er erst gegen den Abriss der Dämme  war, ist er nun zu einem Kompromiss bereit und will das Projekt unterstützen. WDC hat ihm nun weitere Informationen zur Verfügung gestellt und die tausenden Unterschriften zugeschickt, die im Rahmen unserer Kampagne „Dämme brechen für Orcas“ eingegangen sind.

Nach dem Abriss eines Dammes im Elwha River sind die Lachse bereits wieder in ihre Laichgebiete zurückgekehrt, die sie vorher nicht erreichen konnten. Selbst Biologen vor Ort sind von der Zahl der dort wieder vorkommenden Lachse positiv überrascht. Somit gibt es einen eindeutigen Beweis für die Notwendigkeit, auch die anderen Dämme endlich abzureißen.

Der Abriss der Dämme wird nun immer öfter als bessere Alternative zu teurer Instandsetzung betrachtet. WDC wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass auch im Klamath River bald wieder Königslachse zu ihren Laichgründen zurückkehren können und die bedrohten Orcas wieder mehr Nahrung finden. 

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.