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Mit Liebe zum Detail: Patenschafts-Pakete für unsere Unterstützer:innen

Dieser Blog wurde von Petra Mareis, Leiterin Kommunikation Spenden und Patenschaften, verfasst.   Seit 12...

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Pottwal-Dialekte geben Einblick in Walkultur

Eine aktuelle Studie über die Verständigung zwischen Pottwalen zeigt: Die Meeresriesen lernen unterschiedliche Dialekte und Sprachmuster, ähnlich wie wir Menschen.

Verhaltensforscher und Biologen um Mauricio Cantor von der Dalhousie Universität in Nova Scotia haben 18 Jahre lang das Sozialverhalten und die Kommunikation der Pottwale vor den Galapagos Inseln untersucht. Die Ergebnisse bestätigen ihre ausgeprägten sozialen und kognitiven Fähigkeiten.

Die einzelnen Klans, die aus bis zu 1.000 Tieren bestehen können, leben in komplexen und verschachtelten Sozialstrukturen. Klans setzen sich aus verschieden Gemeinschaften zusammen, die wiederum aus einer Vielzahl von Familienverbänden bestehen. Jeder Klan entwickelt spezielle Abfolgen von Klicklauten. Die morseähnlichen Laute (auch „codas“ genannt) sind jedoch nicht vererbt, sondern werden, wie beim Menschen, in den ersten Lebensjahren erlernt, also von Generation zu Generation auf kulturelle Weise weiter gegeben.

Die Schwierigkeit für die Experten bestand vor allem darin, die Entwicklung der einzelnen Gruppen zu verfolgen. Mithilfe eines Computermodells fanden sie heraus, dass aufgrund der Komplexität der „Dialekte“ ein sozio-kultureller Lernprozess dahinter stecken muss.

Individuen passen Ähnlichkeiten im Kommunikationsstil immer weiter aneinander an, bis die Gruppe ihre eigene Kommunikationsstruktur entwickelt hat. Mit deren Hilfe können die Wale die jeweilige Zugehörigkeit zu bestimmten Klans identifizieren – was ihre eigene soziale Identität bestärkt. Denn die Klans unterscheiden sich nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in der Art und Weise, wie sie zum Beispiel ihren Lebensraum durchstreifen oder Beute machen. Die soziale Identität – sprich: Kultur – ist für sie offenbar von großer Bedeutung.

Die Wissenschaftler nennen dies eine „sympatrische Artbildung“: Die mögliche Entstehung einer neuen Art würde in diesem Fall unabhängig von geografischen oder genetischen Einflüssen, also auf der Basis kultureller Entwicklungen vor sich gehen. Kultur kann bei Pottwalen also sogar evolutionäre Auswirkungen haben. Dies wiederum zeigt, dass soziales Lernen und Kulturentstehung keinesfalls menschliche Besonderheiten sind.

Sperm Whale super pod