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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Unbekannte Flussdelfinspezies entdeckt

Wissenschaftler haben eine neue Gattung und Spezies von Flussdelfinen entdeckt, die schon lange ausgestorben ist. Es könnte sich hierbei um die nächsten Verwandten des Amazonas-Flussdelfins handeln. Wegen des Fundortes zwischen Felsen in Panama, die ehemals unter dem Meer lagen, nannten Wissenschaftler die Art Isthminia panamensis. Diese bedeutenden Fossilien werfen ein neues Licht auf die Evolution der heute noch im Süßwasser lebenden Flussdelfinarten.

Die Wissenschaftler glauben, dass deren Vorfahren im Meer lebten und zunehmend das Süßwasser für sich eingenommen haben, wie es auch bei einigen Schildkröten, Seekühen und Rochen der Fall war. Bis jetzt konnten Fossilfunde von Flussdelfinen noch keinen genauen Einblick in ihre entwicklungsgeschichtliche Herkunft aus dem Salzwasser geben. Der aktuelle Fund lässt jedoch die geologische Zeitspanne deutlich erkennen, in der die Delfine aus dem Salzwasser das Amazonasgebiet einnahmen.

Isthminia panamensis ist der nächste Verwandte des Amazonas-Flussdelfins. Er lebte im Meer, besaß allerdings bereits typische Körperanlagen eines Süßwasserdelfins. Dazu gehören breite Brustflossen, die wie Paddel benutzt werden, ein beweglicher Nacken und eine lange und schmale Schnauze. Perfekte Anpassungen, um sich in trüben Flüssen und gefluteten Wäldern zurechtzufinden.

Die Wissenschaftler schätzen den Urflussdelfin auf eine Länge von 2,84m, also etwas größer als der gewöhnliche Amazonas-Flussdelfin in Südamerika. Alle heute lebenden Flussdelfinarten leiden enorm unter vom Menschen ausgehenden Gefahren. So werden Flussdelfine im Amazonas zum Beispiel illegal gejagt und als Fischköder verwendet. Dies hat besonders schlimme Auswirkungen auf ihren schon jetzt gefährdeten Status, es geht buchstäblich ums Überleben – für die Individuen genauso wie für die Art.

„Die Jagd auf die Flussdelfine ist sehr grausam und ihr Fleisch als Köder zu verwenden ein echter Frevel. Diese einzigartigen Tiere sind darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems der südamerikanischen Flüsse“, sagt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte bei WDC. „Deshalb kämpfen wir seit langem für ihren Schutz“.

Hintergrundinformationen: WDC kämpft für den Schutz der Amazonas-Flussdelfine

Isthminia panamensis