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Gefährliche Rettungsaktion: Buckelwal in Island von Netzen befreit

Copyright: Elding Whale Watching, Reykjavik

Ein Buckelwal wurde an der isländischen Küste endlich von Netzen befreit, in denen er sich schon vor Wochen verfangen hatte. Eine Nachricht, die allen Walfreunden Hoffnung gibt, gleichzeitig aber auch daran erinnert, dass die Zukunft dieser beeindruckenden Tiere alles andere als sicher ist.

Nachdem der Meeressäuger Ende Juli das erste Mal entdeckt wurde, konnte WDC den Kontakt zwischen Walbeobachtungsanbietern und Experten aus England und den USA herstellen. Die Internationale Walfangkommission koordiniert das globale Netzwerk von Experten, die eingesetzt werden, um Wale von Netzen und Leinen zu befreien. Nachdem die isländische Regierung der Rettung zugestimmt hatte, machte sich ein britisches/us-amerikanisches Team auf den Weg nach Reykjavik. Dort verhinderten zunächst schlechtes Wetter und raue Seebedingungen den Einsatz, bevor sich die Experten Mitte August an die schwierige und gefährliche Rettungsaktion heranwagten.

Die Fischernetze umspannten den gesamten Körper des Buckelwals. Dennoch schien „Nettie“ (Engl. net – das Netz), wie das Team ihn später taufte, lebhaft und energiegeladen zu sein. Zunächst spielte der Meeresriese ein Katz- und Maus-Spiel mit seinen Rettern – es war unklar, wo er als nächstes an die Wasseroberfläche kommen würde, um zu atmen. Viel Geschick und Durchhaltevermögen waren notwendig, um mit dem kleinen Schlauchboot nah genug an den Wal heranzukommen.

Einige Stunden später schafften es die Retter mit Hilfe anderer Boote und der Küstenwache, Bojen an den Fischerleinen zu befestigen, um den Buckelwal zu bremsen und ihn so an der Wasseroberfläche zu halten. Dennoch dauerte es bis zum nächsten Tag, bis das Rettungsteam endlich die Netze entfernen konnte.

Der kraftraubende und gefährliche Einsatz hat sich gelohnt – am Ende wurde die Mission erfolgreich beendet und Nettie konnte gerettet werden!

Wie geht es mit dem Meeresriesen weiter?

Ein Großteil der Fischernetze konnte erfolgreich entfernt werden. Die Reste wird der Wal mit der Zeit selbst abstreifen.

Ohne die Hilfe des Rettungsteams hätte der Meeresriese mit großer Sicherheit nicht lange überlebt. Wir bedanken wir uns herzlich bei den Rettern für die großartige Arbeit! Mit unserem Programm gegen Beifang kämpfen wir für strengere Gesetze, um die Gefahren für Meeressäuger zu minimieren.

Spenden Sie jetzt für unser Projekt gegen Beifang!