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Die Geschichte von Spinnaker (2004 – 2015)

Im Jahr 2004 wurde in den warmen Gewässern der westindischen Inseln ein Buckelwal-Weibchen geboren. Gemeinsam mit ihrer Mutter Palette machte sie sich bereits kurz nach ihrer Geburt auf die 2.400 km lange Reise Richtung Norden, in das bevorzugte Nahrungsgebiet ihrer Mutter. Dort stellten Forscher fest, dass eine Markierung auf ihrer Schwanzflosse aussah wie in Segel – und so bekam Spinnaker ihren Namen. 

Im Golf von Maine gibt es jedoch nicht nur Nahrung in Hülle und Fülle, sondern es lauern auch viele Gefahren. Die Gewässer sind verschmutzt und werden vom Menschen intensiv genutzt. Viele Buckelwale werden bei Kollisionen mit Schiffen verletzt und laufen Gefahr, sich in Fischereigerät zu verfangen. Dabei kann es sich um alte Fischernetze handeln, aber auch um lange Leinen, die Bojen an der Wasseroberfläche mit Hummerkörben am Grund verbinden.

Als Spinnaker gerade zwei Jahre alt war passierte es: sie verfing sich in eben solchem Fischereigerät. Zum Glück waren die Fachleute vom Center for Coastal Studies und ein weiteres Rettungsteam zur Stelle, um Spinnaker zu befreien. So konnte sie in den darauffolgenden Jahren weiter an Größe und Gewicht zulegen und sich zu einer jungen Buckelwal-Dame entwickeln.

Am 12. September 2014 gegen 13 Uhr entdeckte die Crew eines Walbeobachtungsbootes im Bundesstaat Maine (USA) einen Buckelwal, dessen Körper fast komplett in Fangleinen eingewickelt war. Sofort meldete der Kapitän die schreckliche Sichtung an die Maine Marine Patrol und die Walbeobachtungstour wurde unterbrochen, um bis zum Eintreffen des Rettungsteams bei dem fast regungslos an der Wasseroberfläche treibenden Wal zu bleiben. Aufgrund des besonderen Musters auf ihrer Schwanzflosse wurde schnell klar, dass es sich hier um Spinnaker handelte.

Es folgte eine lange und schwierige Befreiungsaktion, die sogar am nächsten Tag fortgesetzt werden musste. Am 13. September um 18 Uhr meldete das Rettungsteam: „Spinnaker ist befreit und es geht ihr gut. Die Fangleinen waren 30-mal um ihre Schwanzflosse gewickelt“. 

Doch bereits im Mai 2015 musste Spinnaker erneut befreit werden. Es gelang zwar ein weiteres Mal, die Leinen zu entfernen, aber es blieben schwerwiegende Verletzungen zurück. Am 11. Juni wurde Spinnaker tot in der Nähe von Bar Harbor gefunden. Die genaue Todesursache ist bis zum heutigen Tag unklar.

Das Schicksal von Spinnaker zeigt, dass Buckelwale gerade in den von Menschen stark genutzten Gewässern im Golf von Maine geschützt werden müssen. Dennoch will sie die nationale Fischereibehörde der USA vom Gesetz für bedrohte Arten (U.S. Endangered Species Act) entfernen und als „nicht gefährdet“ einstufen.

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir dies verhindern.

Bitte unterzeichnen Sie noch heute unsere Petition und teilen Sie diese mit Ihren Freunden und Bekannten.

 

 

Quellen:
NOAA
WDEA 

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.