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Keine Freiheit für Orca Lolita

Ein Gericht in den USA hat entschieden, dass Orca Tokitae, die seit 1970 unter dem Namen Lolita im Miami Seaquarium in Florida in Gefangenschaft gehalten wird, in der Einrichtung verbleiben soll.

Nichtregierungsorganisationen hatten vor Gericht geklagt, weil die Größe des Betonbeckens, in dem Tokitae gehalten wird, ihrer Meinung nach gegen Tierschutzstandards verstößt. Das Gericht wies die Vorwürfe jedoch zurück und entschied, dass das Becken den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Erst vor einigen Monaten hatte die nationale Fischerbeibehörde in den USA entschieden, Tokitae in das Gesetz für bedrohte Arten (U.S. Endangered Species Act) aufzunehmen. Als die Population der südlichen ortstreuen Schwertwale, aus der Tokitae stammt, 2005 in dieses Abkommen aufgenommen wurde, wurden Individuen in Gefangenschaft ausgeschlossen. WDC unterstützte im Jahr 2013 eine Initiative von verschiedenen Tierschutzorganisationen, die eine Überarbeitung dieser Ausnahme forderte.

Ein detaillierter Auswilderungsplan, um Tokitae wieder in ihre Heimatgewässer zurück zu bringen, existiert bereits seit Jahren. Aufgrund des neuen Gerichtsurteils wird dieser aber vorerst nicht umgesetzt. WDC setzt sich weiterhin dafür ein, dass Tokitae ihr weiteres Leben nicht in einem kleinen Betonbecken sondern im Ozean verbringen kann.

 

Weitere Informationen:

Das Schicksal in Gefangenschaft lebender Orcas
Orca-Chronologie – was ist seit dem tragischen Tod zweier Trainer geschehen? 

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.