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Isländische Demonstrant:innen posieren in Reykjavik mit dem WDC-Banner gegen den Walfang. © WDC

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Katz und Maus Spiel um isländisches Finnwalfleisch

Nachdem das mit 1700 Tonnen beladene Frachtschiff „Winter Bay“ seit Wochen wegen „technischer Probleme“ im Hafen von Hafnarfjordur südlich von Reykjavik lag, ist es nun anscheinend nach Japan aufgebrochen. Laut der Website marine traffic steuert die Winter Bay als Zwischenhalt die Stadt Tema in Ghana an und nicht wie zuerst gegeben, Luanda in Angola.

Walfänger Kristjan Loftsson hatte vor einem Jahr 2000 Tonnen Finnwalfleisch über Afrikas Westküste, das Kap der guten Hoffnung und Mauritius ins japanische Osaka verschifft. Ursprünglich sollte das Schiff auch in Durban Halt machen, doch öffentliche Proteste vor Ort zwangen den Kapitän, den Kurs zu ändern.

Obwohl das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) den Handel mit Finnwalfleisch verbietet, ist der Transport von Island nach Japan dank eines Vorbehalts beider Länder nach wie vor legal – solange die Frachtpapiere stimmen und das Fleisch ordnungsgemäß gekühlt und verpackt ist.

Die Reise der „Winter Bay“ wirft nun einige Fragen auf: während als Ziel noch immer „Tema“ angegeben ist, hat das Frachtschiff Kurs Richtung Nordwesten genommen – möglicherweise Richtung Norwegen oder Russland. Eventuell versucht die Walfangfirma Hvalur hf so, die Spuren des Schiffes zu verwischen, da Artenschützer dessen Route genau verfolgen. Der Versuch, seine Beobachter abzuhängen wird in jedem Fall scheitern: WDC und andere Organisationen beobachten den marinen Schiffsverkehr, um gegebenenfalls die jeweiligen lokalen Behörden zu verständigen und aufzurufen, das Schiff nicht in ihrem Hafen mit Benzin und Lebensmitteln zu beliefern. Zudem versucht WDC, eine Kopie der Frachtpapiere zu bekommen, um diese zu überprüfen. Im Bestfall wird die Fracht konfisziert und zurück nach Island verschifft.