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US-Regierung lehnt strengere Schutzmaßnahmen für bedrohte Glattwale ab

Die US-Regierung unter Biden hat einen Dringlichkeitsantrag zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Nordatlantischen Glattwale...
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Eltern wählen Walfleisch in die Top 10 der beliebtesten Schulessen in Japan

Anfang November 2022 führte ein Schulbuchverlag eine landesweite Umfrage in Japan durch, die sich an...
(C) Flagler County Sheriff's Office

Toter Orca vor Florida angestrandet

(C) Flagler County Sheriff's Office Am 11. Januar wurde ein etwa sechs Meter großes Orca-Weibchen...
Abgepacktes Walfleisch in einem japanischen Supermarkt. (C) Whale and Dolphin Conservation

Japan verkauft Walfleisch über Snackautomaten

Abgepacktes Walfleisch in einem japanischen Supermarkt. (C) Whale and Dolphin Conservation Mit dem automatisierten Verkauf...

Rekordanzahl von bedrohten Nordatlantischen Glattwalen an US-Küste gesichtet

In den letzten Wochen wurde eine Rekordanzahl von Atlantischen Nordkapern in der Cape Cod Bucht nahe dem WDC US-Büro gesichtet. 70 von insgesamt nur noch ca. 500 verbleibenden Nordatlantischen Glattwalen konnten von Strandbesuchern gut beobachtet werden. Die gefährdeten Meeressäuger kommen jedes Jahr in die Cape Cod Bucht, um sich von Plankton zu ernähren. Die hohe Konzentration von Ruderfußkrebsen in der Bucht hat sie wahrscheinlich dieses Jahr näher an die Küste gebracht.

North Atlantic right whale sightings in Cape Cod Bay April 20 to May 4, 2015

Die größten Gefahren gehen für die Nordatlantischen Glattwale nicht mehr durch die Jagd aus, sondern durch Kollisionen mit Schiffen und durch das Verfangen in Fischereiausrüstung. Deshalb setzte WDC zusammen mit anderen Organisationen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 Knoten vom 1. Januar bis 15 Mai durch, wenn die Wale sich üblicherweise in der Bucht aufhalten. Außerdem regelt eine bundesstaatliche Verordnung einen Mindestabstand für den Schiffsverkehr von ca. 150 m zu den Meeressäugern.

Die Tatsache, dass die Wale sich in den letzten Jahren immer länger in der Bucht aufhalten, ist zwar für Walbeobachter erfreulich und faszinierend, für die Wale jedoch bedeutet es ein erhöhtes Risiko: die Einschränkung der Hummer-Fischerei in der Bucht gilt nur bis zum 30. April und immer mehr private Bootseigner nutzen zu diesem Zeitpunkt das gute Wetter, um Ausflüge auf dem Meer zu machen. Zusammenstöße mit den Walen bergen dabei auch ein großes Risiko für die Boote und deren Passagiere.

Unsere Kollegen in den USA haben sich deshalb mit der nationalen Fischereibehörde und der Fischereibehörde von Massachusetts zusammengesetzt, um eine stärkere Überwachung des Schiffsverkehrs zu erwirken.  Des Weiteren wurde ein Bucht-Beobachtungs-Programm ins Leben gerufen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und jede Walsichtung zu registrieren. 

Northernrightwhale__c_Regina_Asmutis-Silvia_WDC

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.