Zum Inhalt springen
Alle Blogbeiträge
  • Alle Blogbeiträge
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang

Mit Liebe zum Detail: Patenschafts-Pakete für unsere Unterstützer:innen

Dieser Blog wurde von Petra Mareis, Leiterin Kommunikation Spenden und Patenschaften, verfasst.   Seit 12...

Die „Schule des Wal-Essens“: Japans Strategie, den Appetit auf Walfleisch zu steigern

Trotz der Rückkehr zum kommerziellen Walfang hat sich in Japan an der geringen Nachfrage von...
© CSIP-ZSL

Wie helfen uns tote Wale?

Wale, die nach ihrem Tod an Land gespült werden, sind eine lebenswichtige Nahrungsquelle für viele...
© Christopher Swann

Um die Erde zu schützen, müssen wir über Wal-Kot und -Kadaver sprechen

Wir wissen, dass der Schutz der Wale unerlässlich ist, wenn wir die Erde retten wollen....

Urlaub im „Land der Walfänger“?

Am nördlichen Polarkreis Skifahren – Schnee bis zum Strand, endlose Abfahrten und einsame Aufstiege. Diesen Traum wollte ich mir erfüllen – auch wenn ich dafür nach Norwegen reisen musste, eines der wenigen Länder, die noch offiziell kommerziellen Walfang betreiben.

Vielleicht liegt es dran, dass gerade keine „Fangsaison“ ist, Walfleisch scheint in der Gegend der Lyngen-Halbinsel auf jeden Fall nicht weit verbreitet.  Anders sieht  es dagegen in der Stadt Tromso aus. Ein Imbiss bietet Wal-Sushi an und auch beim Fischhändler kann man es – laut Aussagen von Norwegern – regelmäßig erwerben.

„Schmeckt ganz lecker“ wurde meine Nachfrage kommentiert. Oder „Esse ich auch mal…“. Nicht gesund? Mit Schadstoffen belastet? „Noch nie gehört“. Die Neuigkeit, dass die Japaner erst kürzlich aus Norwegen importiertes Walfleisch in größerer Menge entsorgen mussten, weil es für den Verzehr nicht geeignet war, hat offensichtlich sowohl die Bevölkerung als auch die zahlreichen Touristen, die die besondere Delikatesse unbedingt probieren wollen, nicht erreicht.  Stattdessen startet die Regierung regelmäßig Marketingkampagnen, die Wale als regionale und gesunde Ressource (Omega 3-Fettsäuren!) auch im Zuge von nachhaltigem Konsum ausloben. Dass die Wale jedoch keineswegs human getötet werden, dass Wale auch nicht in ihren Beständen „gemanaged“ werden müssen, um die Fischressourcen zu schonen, nach diesen Fakten muss man in Norwegen gezielt suchen.  

In den vergangenen Jahren scheinen die Wale nun selber etwas für ihr Image zu tun. Immer häufiger tauchen Orcas an den Küsten auf, die den Heringsschwärmen folgen. Pottwale tummeln sich in den tiefen Fjorden nördlich der Lofoten. Norweger und Touristen sind gleichermaßen begeistert von den Begegnungen mit den sanften Riesen, Walbeobachtungsunternehmen etablieren sich. Und in mir entsteht die Hoffnung, dass sich vielleicht auch dieses Land auf den Weg zu einer „Walnation“ macht, wie wir sie gerade in Island erleben…  

Über Ruth Schloegl

Leiterin Bildung - Als Bildungsreferentin kämpft Ruth Schlögl gemeinsam mit den jüngsten Umweltschützer*innen für den Schutz von Walen und Delfinen.