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Begegnungen mit Walen und Delfinen vor der Kanareninsel La Gomera

Ein kleiner Grindwal nähert sich. Kurz vor dem Boot taucht er ab und man kann ihn im klaren Atlantik auch noch unter Wasser vorbeischwimmen sehen. Ich kann kaum meine Kamera stillhalten, so aufgeregt bin ich aufgrund dieser ganz besonderen Begegnung. Nach einer kurzen Tauchphase taucht der Kleine noch einmal mit einem „pfffff“ auf, und neben ihm eine Mutter mit ihrem Baby. 

Dies war nur eine von mehreren wunderbaren Begegnungen mit Walen und Delfinen in freier Wildbahn, die ich während meiner Urlaubswoche erleben durfte. Besucht habe ich einen Walbeobachtungs-Hotspot Europas, die Insel La Gomera. Sie ist nach El Hierro die zweitkleinste der sieben Hauptinseln der Kanaren und unter anderem aufgrund der geringen Anzahl großer Hotels eher ein Ziel für Individualtouristen, die z. B. zum Wandern kommen.

Im kleinen Ort Vueltas im Valle Gran Rey, das im Westen der Insel liegt, gibt es die Möglichkeit, mit kleinen Booten zu verantwortungsbewussten Walbeobachtungstouren hinaus aufs Meer zu fahren. Ein Anbieter ist OCEANO La Gomera. Dort kann man auch eine Dauerausstellung über Wale und Delfine besuchen und jeden Montag findet ein Vortrag eines Biologen statt, der den Urlaubern und anderen Interessierten spannendes Hintergrundwissen über Wale und Delfine und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, näher bringt.

Nicht weniger als 23 verschiedene Wal- und Delfinarten wurden in den letzten 15 Jahren in den Gewässern um La Gomera gesichtet. Eine Vielfalt, die es nur an wenigen Orten weltweit zu bewundern gibt. Ich konnte während meiner Ausfahrten drei verschiedene Arten beobachten: Grindwale (auch Pilotwale genannt), Große Tümmler und Zügeldelfine. Letztere, die auch Atlantische Fleckendelfine genannt werden, begleiteten unser kleines Boot minutenlang, in dem sie in der Bugwelle schwammen.


Hier gibt es Tipps und Informationen zum Thema verantwortungsbewusste Walbeobachtung

Ulla Ludewig

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.