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Delfine dicht unter der Wasseroberfläche

Atempause für Delfine im Golf von Biskaya

Hunderttausende Wale und Delfine sterben jährlich in Fischernetzen als so genannter „Beifang". Mehr als 9.000...
Frau hält Banner am Hafen

Walfang in Norwegen: Wie wir den Wandel erreichen wollen

Jedes Jahr werden mehr Wale durch norwegische Walfänger:innen getötet als in Japan und Island. Aber...
Kelpwald unter Wasser

Warum tragen Buckelwale Perücken aus Seetang?

Wale und Delfine verblüffen uns immer wieder und es gibt so vieles, was wir nicht...
Love your ocean - Bereich auf der boot - Messe

Kleiner Wal – große Wirkung: WDC bei der boot-Messe 2024

Sie ist die weltgrößte Yacht- und Wassersportmesse und zählt jedes Jahr rund 237.000 Besucher:innen: Die...

Pottwale: F(r)isch vom Kutter schmeckt besser

Vor der Küste Alaskas bedienen sich Gruppen von Pottwalen bereits seit den 1990er Jahren am Fang der Fischkutter. Die Jungtiere erlernen die Technik von den älteren Pottwalen und so wird die Zahl der Tiere, die den Fischern ihre Beute abjagen, immer größer. Der Schaden für die Fischer ist beträchtlich – die Nahrungsbeschaffung der Pottwale hingegen erleichtert. Statt in der Tiefsee nach Riesenkalamaren zu suchen, wählen sie den einfacheren Weg und bedienen sich am Netz-Buffet.

Neu ist die Erkenntnis ja nicht: dennoch bestätigt ein aktueller Artikel in der Zeitung „Die Welt“ damit die schon lange von WDC vertretene These, dass Wale (und Delfine) nicht nur in der Lage sind, Fähigkeiten neu zu erlernen, sondern auch untereinander weiterzugeben. Dies ist ein Beweis für ihre überdurchschnittliche Intelligenz. Dass sich die Tiere bei der Nahrungssuche unterstützen und gemeinsam vorgehen, ist ein Phänomen, das bei Delfinen und Walen häufig beobachtet wird. Dass sich diese Sozialkompetenz auch auf neue Verhaltensweisen und Strategien erstrecken kann, ist mithin beachtlich. Ob das Verhalten auch von einer Generation zur nächsten weiter gegeben wird, ist die nächste spannende Frage. Dann hätten wir es nämlich mit einer neuen kulturellen Entwicklung zu tun.

Nachdem der Mensch seit vielen Jahren massiv in den Lebensraum der Meeresbewohner eingreift, muss man auch damit rechnen, dass diese sich an die neuen Gegebenheiten anpassen und zu ihrem Vorteil nutzen. Ich würde sagen: gut gemacht, liebe Pottwale; ihr habt bewiesen, wie kreativ man bei der Nahrungsbeschaffung sein kann!

Über Franziska Walter

Geschäftsführerin - Franziska Walter leitet das Deutschland-Büro von WDC.