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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

UN will Schutz der Hohen See rechtlich verankern

Meeresschutzgebiete sind in aller Munde. Viele Nationen richten Schutzzonen ein, manche machen gar ihre gesamten Hoheitsgewässer zu Schutzgebieten. Aber was passiert eigentlich außerhalb der nationalen Hoheitsgewässer, also 200 km und weiter weg vom Land? Tatsächlich gibt es bisher keine rechtlich bindenden Auflagen zum Schutz für diesen weitaus größten Teil der Weltmeere.

Zwar gibt es die UN Seerechts-Konvention (UN Convention on the Law of the Seas, UNCLOS), doch sind die hier festgeschriebenen Umweltauflagen zumeist sehr vage. Vor allem aber gibt es keine Institution, die in der Lage wäre, diese auch wirkungsvoll um- bzw. durchzusetzen. Am vergangenen Samstag wurde nun ein wichtiger Schritt in genau diese Richtung gemacht: Die UN einigte sich nach intensiven und langen Verhandlungen mit großer Mehrheit darauf, einen rechtlich verbindlichen Vertrag zum Schutz der Meere außerhalb der Territorialgrenzen zu erarbeiten.

Ein solcher Vertrag könnte zukünftig auch Umweltverträglichkeitsprüfungen für menschliche Aktivitäten dort vorschreiben, wo bisher kein Gesetz hinreicht. Bereits 2012 läutete die UN während der Rio +20 den jetzt beschrittenen Weg ein, als sie die Frist für eine Entscheidung über weitere Verhandlungen zum Schutz der Hochsee auf 2015 festlegte.

Dass sich die Länder nun mit einer großen Mehrheit für die Erarbeitung eines Vertrages entschieden haben, ist ein großer Erfolg und ein starkes Zeichen für die Zukunft. Jetzt besteht die große Chance, neue und verbindliche Standards für den Schutz der Meere auf internationaler Ebene zu entwickeln. Diese Chance muss unbedingt genutzt werden, denn ein effektiver Schutz der Meere ist letztlich überlebenswichtig für die gesamte Menschheit.

Soweit ist es indes noch nicht, denn die zuletzt getroffen Entscheidung muss zunächst noch bis September 2015 von der UN Generalversammlung verabschiedet werden. Und auch danach wird es ein vermutlich jahrelanger Prozess sein, den Vertrag im Detail auszuarbeiten und schließlich zu implementieren.

Dass „Schutz auf dem Papier“ leider viel zu oft ein zahnloser Tiger ist, erfahren wir ja selbst im eigenen Land.

Die Crux beim Meeresschutz ist die Umsetzung, so dass die marinen Arten und Lebensräume auch tatsächlich eine Verbesserung erfahren. WDC setzt sich mit seiner Kampagne „Walheimat“ seit langem dafür ein, dass es für Delfine und Wale in Deutschland und in Europa effektiven Schutz gibt, der seinen Namen auch verdient. Die internationale WDC Kampagne „Homes for Whales“ wirft dabei immer auch einen gezielten Blick auf die Meere außerhalb nationaler Grenzen.