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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Bundesregierung kritisiert Psychopharmaka-Einsatz in Zoos

Die Bundestagsfraktion der LINKEN erfragte die Haltung der Bundesregierung zum Einsatz von Psychopharmaka zur Verhaltenskontrolle bei Zootieren wie Delfinen. WDC begrüßt die offizielle Stellungnahme der Regierung, die sich deutlich gegen einen „dauerhaften und routinemäßigen Einsatz von „Psychopharmaka“ zur Kompensation ungeeigneter Haltungsbedingungen“ ausspricht.

Dies verstoße gegen die Vorgaben des Tierschutzgesetzes (TierSchG) § 2, Absatz 1. Darin ist vorgeschrieben, dass Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen zu ernähren und verhaltensgerecht unterzubringen seien. Die Bundesregierung beruft sich darüber hinaus auf das Bundesnaturschutzgesetz, das ebenfalls vorgibt, in der Zootierhaltung den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung zu tragen.

WDC hatte bereits 2012 auf einer Pressekonferenz auf den Einsatz von Psychopharmaka wie Diazepam zur Verhaltenskontrolle bei Delfinen hingewiesen und treibt seitdem eine wissenschaftliche Evaluierung der Haltungsdaten voran, die als wissenschaftliche Studie im Frühjahr 2016 vorliegen soll.

Kampagnenleiterin Laura Zahn ist daher erfreut über die klare Ansage der Regierung. „Die Antwort der Bundesregierung zeigt deutlich, dass sie nicht gewillt ist, eine Haltung von Tieren wie Delfinen unter diesen Umständen zu akzeptieren.“, so Zahn. Auch WDC-Biologe David Pfender betont: „Das Datenmaterial liefert noch viele weitere Anhaltspunkte dafür, dass im Falle der Delfine die Tiere an die Haltungsbedingungen angepasst werden – und nicht umgekehrt.“