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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Jangtse-Glattschweinswal vom Aussterben bedroht – Chinesische Umweltschützer greifen ein

Neueste Forschungen des chinesischen Umweltschutzministeriums haben ergeben, dass es nur noch etwa 500 Individuen des als stark gefährdet eingestuften Jangtse-Glattschweinswals gibt. Um ihn vor dem Aussterben zu bewahren, wurde nun sogar ein Bauprojekt in der Provinz Anhui in China gestoppt.

Ursprünglich sollte das zweite Stadium des Megaprojekts zum Bau eines Kanals im Fluss Anqing Ende letzten Jahres starten, doch am 27. November legte das Umweltschutzministerium Veto ein und beendete das Projekt auf Grund der akuten Gefährdung für die seltene Schweinswal-Population. Aufgrund menschlicher Einflüsse, insbesondere größerer Bauprojekte in den letzten Jahrzehnten, sank die Zahl der Jangtse-Schweinswale dramatisch auf etwa 500 Individuen, so chinesische Forscher. Der Artenschutz hatte bei der Regierung eine niedrigere Priorität als der wirtschaftliche Fortschritt.

Der Stopp des Bauprojektes ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung: dem Schutz gefährdeter Tierarten muss mehr Beachtung geschenkt werden, sonst wird der Jangtse-Glattschweinswal bald ausgestorben sein. In der Provinz Anhui halten sich schätzungsweise 40 Prozent bzw. 200 Individuen der Gesamtpopulation auf, was die Region laut IUCN Forscher Zhang Xinqiao zum wichtigsten Rückzugsgebiet für die bedrohte Art macht.

Der Jangtse-Glattschweinswal ist jedoch nicht nur von Bauprojekten bedroht, sondern auch durch Schifffahrt, Nassgrabungen, Fischerei, chemische und akustische Umweltverschmutzung sowie Jagd und Lebendfang zu Ausstellungszwecken.

Im Jahr 2007 wurde der Chinesische Flussdelfin, der einst auch den Yangtse bevölkerte, für ausgestorben erklärt. Er hatte die massiven Veränderungen des Flusses durch die Industrialisierung des Landes nicht überstanden. Ob dem anderen hier heimischen Delfin das Überleben gelingen wird, weiß niemand. Die jetzt ergriffenen Maßnahmen sind aber immerhin ein Hoffnungsschimmer. 

 

Quellen: Globalconreview; ScienceDaily; China.org.cn