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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

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Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

300.000 Schweinswale in der Nordsee – aber nur 300 in der deutschen Ostsee?

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat gestern aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlicht, denen zufolge deutsche Meeresschutzgebiete wichtig für das Gedeihen der Populationen von Schweinswalen sind. Rund 54.000 Individuen hielten sich laut BfN im Frühjahr im deutschen Teil der Nordsee auf. Vor allem das Naturschutzgebiet Sylter Außenriff ist für sie von großer Bedeutung, da sie sich dort zur Paarung treffen. Experten schätzen, dass noch etwa 300.000 Schweinswale in der gesamten Nordsee leben.

In der deutschen Ostsee ist die Lage hingegen dramatisch: hier wird ihre Zahl auf nur 960 Exemplare geschätzt. Besonders gefährdet ist eine Population mit 200 – 600 Individuen in der zentralen Ostsee (östlich von Rostock), die sich genetisch von anderen Populationen unterscheidet.

Aber auch ihre großen Verwandten werden gelegentlich in der Nordsee gesichtet. Eine großflächige Zählung im Jahr 2012 ergab, dass fünf Zwergwale, ein Buckelwal sowie Weißschnauzen- und Weißseitendelfine gesichtet wurden.

„Meeresschutzgebiete sind wichtig für Wale, aber um effektiv zu sein müssen entsprechende Maßnahmen dafür sorgen, dass echter Schutz entsteht“, sagt Fabian Ritter, Meeresschutzexperte von WDC. „Das BfN verschweigt, dass es solche Maßnahmen in den deutschen Schutzgebieten bis heute nicht gibt. Das liegt tragischer Weise vor allem am Widerstand innerhalb der Bundesregierung sowie dem großen Einfluss der Fischereilobby. Weiterhin sterben Tausende Tiere in Europa in Stellnetzen und die Bedrohung durch Verschmutzung und Unterwasserlärm steigt.“

Wir dürfen nicht vergessen, dass für die Wale wie für alle anderen Lebewesen nicht nur die Schutzgebiete von zentraler Bedeutung sind, sondern vor allem ein gesundes Meer als Ganzes. Dafür setzt sich WDC mit seiner Kampagne Walheimat seit Jahren ein.

Quelle: Abendblatt