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Von der Praktikantin zur offiziellen Walretterin

Patenschafts-Päckchen schnüren, Beiträge verfassen und plötzlich in Lissabon auf der Ozeankonferenz stehen. Alles ist möglich...

Bestände vs. Population − warum wir bei WDC einen Unterschied machen

© Nicola Hodgins Biolog:innen, Politiker:innen, Umweltmanager:innen und Umweltschützer:innen sprechen oft von "Beständen", wenn sie sich...
Treibjagd auf den Färöern (C) WDC

Delfinjagd auf den Färöern − Enttäuschung ist eine Untertreibung

Nicht nur ich habe gehofft, dass die "Überprüfung der Delfinjagd" vor den Färöer Inseln wesentliche...
Die norwegische Regierung unterstützt den Zwergwalfang und genehmigte auch die Experimente. © Vanessa Mignon

Es kam, wie es kommen musste: Zeit die Hörtests an Zwergwalen zu beenden!

Die zweite Forschungssaison eines bisher erfolglosen Experiments an Zwergwalen, deren Reaktion auf Lärm getestet werden...

Traurige Nachrichten aus den USA: Orca-Baby vermisst

Nur ein paar Wochen nachdem wir erfreut über Nachwuchs bei den südlichen ortstreuen Schwertwalen berichtet hatten, gibt es nun traurige Nachrichten aus den USA: bei den letzten Begegnungen wurde das kleine Orca-Baby nicht mehr an der Seite seiner Mutter Surprise! (L-86) gesehen. Bei den sozialen ortstreuen Schwerwalen kann dies eigentlich nur eines bedeuten – der so lang ersehnte Nachwuchs (der erste seit 2012) ist bereits wieder verstorben.

Pooka (L-106), ein 2006 geborenes Männchen, ist somit der einzige überlebende Nachwuchs von Surprise! (L-86) bisher. Seine Schwester Sooke (L-112) wurde 2012 im Alter von nur drei Jahren tot am Strand gefunden. Eine Nekropsie ergab, dass das kleine Orca-Weibchen Anzeichen eines massiven akustischen Traumas aufwies, das Berichten zufolge von Unterwasser-Explosionen und militärischem Sonar hervorgerufen wurde.

Die Population, die an der pazifischen Nordwestküste der USA lebt, ist vom Aussterben bedroht! Nur noch 78 Mitglieder zählen die drei Pods (Familiengruppen) nunmehr insgesamt. Eine besondere Herausforderung bei der Sicherung ihres Überlebens sind die unterschiedlichen Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind:

–          Die Lachsbestände, von denen sich diese Orcas hauptsächlich ernähren, gehen seit Jahren zurück.

–          In ihren Heimatgewässern gibt es eine hohe Konzentration an Umweltgiften, welche bereits über die Muttermilch an die Orca-Babys weitergegeben werden.

–          Das Jagen wird durch Unterwasserlärm und die große Anzahl an Booten (kommerzielle Fischerboote, Freizeitboote und auch Walbeobachtungsboote) gestört.

Es muss also an vielen Fronten gekämpft werden, um zukünftigem Nachwuchs bei den südlichen ortstreuen Schwertwalen ein sicheres Leben zu ermöglichen.

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.