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Ein harpunierter Finnwal wird abgeschleppt. (C) WDC

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Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC Vor Island wurden heute erstmals seit...
Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

Walfang schadet Islands Image

Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC 2023 läuft die derzeitige...
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Norwegen will 10 Tonnen Walfleisch nach Island exportieren

Das norwegische Walfangunternehmen Lofothval hat kürzlich die Exporterlaubnis für die Ausfuhr von 10 Tonnen Zwergwalfleisch nach Island erhalten. Dies belegen Recherchen unserer Kollegen vom amerikanischen Animal Welfare Institute (AWI) und Mitarbeitern von NOAH, einer norwegischen Tier- und Artenschutzorganisation.

Erst Mitte September 2014  hatten 35 Länder, darunter die EU und ihre Mitgliedstaaten, im Rahmen einer diplomatischen Protestnote den isländischen Walfang und die damit verbundenen Exporte scharf kritisiert. Isländische Zwergwalfänger und Restaurantbesitzer hatten in diesem Jahr über die wenig ertragreiche Saison geklagt (es wurden „nur“ 24 Zwergwale gefangen). Ihre norwegischen Kollegen drängen schon seit längerem auf verstärkte Exporte der in Norwegen wenig gefragten Walfleischprodukte.


Norwegische Walfänger töteten 2014 insgesamt 731 Zwergwale – mit einem Fleischertrag von 871 Tonnen – ein Rekord, seit das Land 1993 den kommerziellen Walfang wieder aufgenommen hatte. Allerdings haben die staatlich geförderten Walfleisch-Marketing-Programme bisher kaum Erfolg gezeigt. Die norwegischen Walfänger behaupten immer wieder, ohne einen Ausbau des Exportmarktes wäre das Ende der Industrie nur noch eine Frage der Zeit.

Es wundert nicht, dass auch Kristján Loftsson, Vorstandsvorsitzender des isländischen Fischereigiganten HB Grandi und einziger Finnwalfänger des Landes, involviert ist: Er ist Gesellschafter bei Lofothval.

„Ein besonders unschönes Detail dieser Nachricht ist, dass ein Großteil des exportierten Zwergwalfleisches nun  in den Bäuchen von Island-Touristen landen wird. Die Mehrheit der Island-Besucher kommt aus den USA, Deutschland, England oder anderen EU Ländern, alles Staaten, in denen Verkauf und Handel mit Walprodukten strengstens verboten sind,“ so Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC.