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Inselstaat Antigua und Barbuda zieht Verbot von Delfinarien in Erwägung

Seit zwei Jahrzehnten boomt in der Karibik das Geschäft mit sogenannten „Dolphin Encounters“ in Delfinarien, bei denen Besucher mit den Tieren schwimmen dürfen. Doch viele Staaten limitieren oder verbieten diese Angebote mittlerweile. Auch der Inselstaat Antigua und Barbuda kritisiert die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft. 

2001 wurde in Marina Bay auf Antigua ein Delfinarium mit drei Wildfängen von der kubanischen Küste eröffnet, welches mittlerweile im Besitz von Dolphin Discovery ist. Dolphin Discovery importiert nicht nur Delfine aus ihren Einrichtungen in Mexiko nach Antigua, sondern bietet in der Karibik auch mehrere Programme in Form von „Dolphin Encounters“ an.

Leider hat diese Firma im Jahre 2001 die Lizenz erhalten, jährlich zwölf Delfine aus den lokalen Gewässern zu fangen. Bis zu diesem Zeitpunkt liegen noch keine Forschungsergebnisse vor, die sich mit der dortigen Population oder etwaigen Auswirkungen, die der Fang mit sich bringen könnte, befassen. Durch lokalen Widerstand und ein bevorstehendes Gerichtsverfahren wurde diese Fangerlaubnis im Februar 2004 entzogen.

Im September 2004 konnten die schlechten Haltungsbedingungen der neun im Delfinarium von Dolphin Discovery lebenden Delfine dokumentiert werden. Die Becken waren sehr flach und die Haut der Delfine war durch die dauerhafte Sonneneinstrahlung und den damit einhergehenden Sonnenbrand dunkel verfärbt. Außerdem wurden drei von ihnen zu Trainingszwecken isoliert gehalten.

Während der Erstellung der Delfinariumsanlage auf Antigua wurde der natürliche Abfluss eines naheliegenden Salzsees zerstört. Bei starkem Regen trat das sonst abgestandene und vermutlich kontaminierte Wasser über die Ufer und überflutete das Umland. Um das überschüssige Wasser loszuwerden, wurde es schließlich über die Anlage des Delfinariums ins Meer geleitet. Die Delfine waren so einer dauerhaften Schadstoffbelastung ausgesetzt. Obwohl die Regierung Antiguas mehrfach das Umsiedeln der Delfine angefragt hatte, ignorierte Dolphin Discovery die Aufforderungen.

Im November 2004 wurden die Delfine aus Antigua nach Tortola geflogen. Dolphin Discovery hatte seit April 2005 keine Erlaubnis nach Antigua und Barbuda zurückzukehren. Dolphin Cove aus Jamaika spielt nun mit dem Gedanken, nach Antigua zu expandieren und wird hierfür von lokalen Gruppen stark kritisiert. WDC unterstützt die lokalen Bemühungen gegen die Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen und appelliert an die Regierung von Antigua und Barbuda, entsprechende Gesetze zu erlassen.