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Walfleisch für Touristen Grönland baut seinen lokalen Markt für Walfleisch aus – mit dem Segen der EU

Gestern begann die 65. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Portoroz, Slowenien. Ein wichtiger Termin für Grönland, das seine Quoten für den indigenen Subsistenzwalfang erneuern wollte. Grönland jagt im Rahmen der sogenannten Subsistenz-Quote („Aboriginal Subsistence Whaling Quota“), die strikten Regeln unterliegt. So ist das Fleisch nur zur Versorgung der indigenen Bevölkerung gedacht und ein Verkauf der Produkte darf nur in einem engen, festgelegten Rahmen erfolgen.

Auf der letzten Tagung der IWC im Jahr 2012 war Grönland keine Quote gewährt worden, führte die 180 Grad-Wendung der EU nun zum Erfolg des umstrittenen Jagdantrags: 164 Zwergwale, 19 Finnwale, 2 Grönlandwale und 10 Buckelwale dürfen bis 2018 jährlich getötet werden. Nachdem Dänemark in den Vorverhandlungen der Europäischen Kommission mit einem möglichen Austritt aus der IWC gedroht hatte, wurde nun mit Unterstützung der EU-Länder eine Quote erpresst.

Die erhöhten Bedarfsansprüche werden durch aktuelle Untersuchungen von WDC in Frage gestellt, die im August und September 2014 an der Ost- und Westküste Grönlands durchgeführt wurden. Diese ergaben, dass Walfleisch und andere Wal-Produkte in Supermärkten, Restaurants und Imbissen verkauft werden und Touristen eindeutig einen Teil der Zielgruppe für Finn-, Zwerg und Buckelwalfleisch darstellen, obwohl das Walfleisch eigentlich nur zur Versorgung der indigenen Bevölkerung gedacht ist.

Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC sagt dazu: „Es wäre besser, Grönland würde sich auf die tatsächlichen Bedürfnisse seiner indigenen Bevölkerung konzentrieren, anstatt überhöhte Quoten zu fordern, um damit Touristen zu versorgen. Dies ist weder im Sinne der Vorgaben der Internationalen Walfangkommission, noch der Menschen, die tatsächlich auf die Walfangquote angewiesen sind.“

15 NGOs haben sich nach der gestrigen Entscheidung zusammengeschlossen und verurteilen die Europäische Union für ihre Unterstützung des semi-kommerziellen Walfangs in Grönland. Auch lateinamerikanische Länder leiden unter dieser Entscheidung, da die Walbeobachtungsindustrie vor Ort stetig wächst. Buckelwale, die von der Arktis Richtung Süden ziehen, sind von Grönlands Walfang betroffen.

Hintergrundinformationen und Fakten zu den Entscheidungen der IWC sind hier zu finden.