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Deutschland und 34 weitere Staaten appellieren an die isländische Regierung, den Walfang zu beenden

Heute wurde der isländischen Regierung in Reykjavik vom EU-Botschafter Matthias Brinkmann sowie diplomatischen Vertretern aus Frankreich, Deutschland, England und den Vereinigten Staaten von Amerika ein offizielles Positionspapier als Zeichen des Widerstandes gegen den isländischen Walfang übergeben.

Diese Demarche adressiert auch Islands internationalen Handel mit Walprodukten: „Finnwale und Zwergwale werden im Anhang I des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) genannt. Islands Vorgehen ist besorgniserregend.“

Das Positionspapier wurde von den 28 EU Mitgliedsstaaten, der Europäischen Kommission, den Vereinigten Staaten von Amerika, Brasilien, Mexiko, Australien, Neuseeland und Israel unterzeichnet und von Monaco unterstützt. Island wird von den Unterzeichnern dazu aufgerufen, das Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu respektieren und den kommerziellen Walfang sowie den internationalen Handel mit Walprodukten zu beenden.

Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC sagt dazu: „Wir begrüßen die Initiative der unterzeichnenden Länder und rufen diese gleichzeitig auf, sich auch auf bilateraler Ebene entschieden gegen Islands Walfang auszusprechen und strikte Maßnahmen zu ergreifen, um den isländischen Handel mit Walfleisch zu unterbinden.“

Vergangene Woche wurde der Bericht „Slayed in Iceland“ veröffentlicht, der die Beziehungen zwischen Islands Finnwaljägern und der größten isländischen Fischfirma, HB Grandi, aufzeigt. Der Bericht fordert, dass die IWC, Regierungen sowie Unternehmen, die mit Fischfirmen mit Verbindungen zum Walfang zusammenarbeiten, endlich Maßnahmen ergreifen, um Islands kommerziellen Walfang und -Handel zu beenden.