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Stellnetz in Spanien. (C) [damedias] / stock.adobe.com

Stellnetze raus aus Schutzgebieten: Kampagnen-Resümee

Ende September ging unsere Kampagne Stellnetze raus aus Schutzgebieten zu Ende. Zeit also, zu rekapitulieren...
Treibjagd auf den Färöer-Inseln (C) WDC

Delfin-Massaker auf den Färöern – das tut WDC

Fordern Sie mit uns das Ende der Treibjagd auf den Färöer Inseln. Unterzeichnen Sie unsere...
Delfintreibjagd (C) Sakae Hemmi Elsa Nature Conservancy

Die Qualen der Delfine in Taiji

Noch immer habe ich das Massaker an fast 1.500 Atlantischen Weißseitendelfinen auf den Färöer-Inseln im...
Lime Kiln Lighthouse (C) Ulla Christina Ludewig

Besondere Orcas und ihre Geschichten (Teil 2)

Lime Kiln Lighthouse (C) Ulla Christina Ludewig Viele Menschen kennen die bewegenden Geschichten von gefangenen...

Geisternetze raus aus der Ostsee!

Taucher haben in der Ostsee eine Tonne Geisternetze aus Wracks geschnitten und geborgen. WDC begrüßt diese Aktion, da Geisternetze eine große Gefahr für Wale darstellen.

Geisternetze sind Netze, die Fischer verloren haben und anschließend herrenlos durch die Weltmeere treiben. Von Geisternetzen gehen viele Bedrohungen aus. Diese Art der Meeresverschmutzung hat unterschiedlichste Auswirkungen. Beispielsweise sind Bartenwale anders von Geisternetzen betroffen als Zahnwale. Wenn sich ein Bartenwal in einem Geisternetz verfängt leidet meist seine Schwimmfähigkeit darunter, denn die Netze haben ein hohes Eigengewicht und verlangsamen den Wal. Dadurch ist auch seine Nahrungsaufnahme gefährdet. Beim Versuch, sich davon zu befreien, wickelt sich das Netz häufig noch fester um das Maul des Wals, was in den meisten Fällen zu einem langsamen Hungerstod führt.

Aber auch für Zahnwale sind Geisternetze eine Gefahr. Es ist dokumentiert, dass vor allem kleinere Netzstücke von Walen gefressen werden. Da Kunststoffe nicht verdaut werden können, sammeln sich diese im Verdauungstrakt an. Die Organe signalisieren daraufhin einen gefüllten Magen, was dazu führt, dass nur noch wenig Nahrung aufgenommen wird und der Wal langsam verhungert.

Weitere Informationen zu Müll im Meer und ihre Auswirkungen auf Wale finden Sie hier

Über David Pfender

David Pfender ist diplomierter Biologe und hat sich auf Meereslebewesen sowie Biodiversität und Ökologie spezialisiert. Er war bei WDC Deutschland bis März 2020 für Kampagnen und Projekte zur Beendigung der Gefangenschaftshaltung von Walen und Delfinen zuständig.