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Junger Orca vor dem Ertrinken gerettet

Am 21. August verfing sich an der Küste von Port Hardy im kanadischen British Columbia ein junger Orca in einem Stellnetz. Er versuchte verzweifelt, sich aus dem Netz zu befreien, um wieder an die Oberfläche zu kommen.

Nicola Mackay, die Mitinhaberin von Mackay Whale Watching, berichtet von den Ereignissen, die sie zufällig aus nächster Nähe beobachten konnte. Ein Fischer benachrichtigte per Funk die Küstenwache und bat um Hilfe bei der Befreiung des Wals. Der Kapitän des Walbeobachtungs-Bootes hörte den Funkspruch und steuerte daraufhin in die Nähe des Fischers, um gegebenenfalls Hilfe anzubieten.

Einige Minuten zuvor hatten die Walbeobachter einen Unterwasser-Schallempfänger verwendet, um den Walgesängen zu lauschen. Dabei fiel ihnen auf, dass die Gesänge regelrecht panisch klangen. Die Ursache dafür wurde ihnen kurze Zeit später klar. Die Familie des jungen Orcas, der sich im Stellnetz verfangen hatte, „beklagte“ seinen Zustand. Die Familienmitglieder schwammen außerdem immer wieder an die Oberfläche und streckten ihre Köpfe aus dem Wasser, um zu sehen, was dort vor sich ging.

Der Fischer versuchte zwischenzeitlich so schnell wie möglich den Wal aus dem Netz zu befreien. Der junge Orca war etwa zwölf Minuten unter Wasser. Normalerweise tauchen sie spätestens alle fünf Minuten an die Oberfläche, um Luft zu holen. Mackay identifizierte den Schwertwal als den siebenjährigen I103. Die Familie des jungen Orcas, die als „Pod I15“ bekannt ist, blieb während des gesamten Vorfalls bei ihm.

Der Fischer holte schließlich das Netz ein, um den Orca an die Oberfläche zu bringen. Die Walbeobachter waren erleichtert, als er endlich auftauchte. Nun konnte der Fischer das Netz zerschneiden und den Wal befreien. Einige Forscher aus der Nähe, die inzwischen hinzugestoßen waren, beobachteten den Orca anschließend für einige Stunden, um sicherzugehen, dass das Netz keine bleibenden Schäden hinterlassen hat.

Mackay zeigte sich schwer beeindruckt vom Zusammenhalt der Orcafamilie. Die Mutter, zwei Geschwister, eine Tante und zwei Cousins tauchten mit dem jungen Orca unter, um ihm beizustehen und blieben die gesamte Zeit in seiner Nähe. Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig und stark die Beziehungen innerhalb von Orcagemeinschaften sind. Deshalb kritisiert WDC beispielsweise die Praktiken von Meerespark-Betreibern wie SeaWorld, bei denen die sozialen Verbände aufgrund finanzieller Interessen auseinander gerissen werden. Die enge Bindung zum Nachwuchs bleibt bei Orcas ein Leben lang erhalten.

Quelle: CBC, Mackay Whale Watching