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Zooverbände treffen sich in Japan vor Beginn der Treibjagd-Saison

Nachdem 168 japanische Tierschutzorganisationen den Geschäftsführer des Weltzooverbandes (WAZA) zu einem gemeinsamen Treffen aufgerufen hatten fand dieses am 10. August unter der Schirmherrschaft des japanischen Zooverbandes (JAZA) in Japan statt. Die Organisationen stellten ihre Petition und ihr Anliegen vor, in der Hoffnung, dass WAZA sich offiziell gegen die Delfin-Treibjagden aussprechen wird.

Auch WDC hatte zusammen mit 45 anderen internationalen Tierschutzorganisationen Ende Februar einen Brief an WAZA gesendet, um sie zum Handeln aufzufordern und die Forderungen der japanischen Organisationen zu unterstützen. Obwohl WAZA sich gegen die grausame Praxis ausgesprochen hat und Mitglieder laut Ethik-Kodex keine Delfine aus Treibjagden erstehen dürfen, mangelt es an der entsprechenden Umsetzung. JAZA beispielsweise ist Mitglied von WAZA, erwirbt aber trotzdem Delfine aus Treibjagden.

Eine kürzlich erstellte Bestandsliste von Delfinarien in Japan, an deren Erstellung auch WDC beteiligt war, zeigt, dass 67 von 104 Aquarien in Japan Mitglieder bei JAZA sind, wobei sich in 37 Einrichtungen Delfine befinden. 55% der JAZA Einrichtungen halten Delfine, die aus Treibjagden stammen. Weitere Informationen über den Zusammenhang von Nachfrage und Treibjagd sind in unserem Kampagnen-Report „Driven by Demand“ zu finden.

Japanische Tierschutzorganisationen betonen, dass die kommerziellen Treibjagden nicht Teil der japanischen Kultur sind, sondern sich erst im Laufe der letzten 45 Jahre entwickelt haben. Da WAZA trotz der öffentlichen Distanzierung im Jahr 2004 keine Konsequenzen ergreift, sind seither inzwischen mehr als 1.200 Delfine lebendig gefangen genommen und an Delfinarien verkauft worden. WDC steht seit über zehn Jahren mit WAZA in Kontakt und verurteilt die Vermittlungsversuche mit JAZA, die dazu dienen sollen, die Organisation weiter im Dachverband zu behalten und Strafmaßnahmen zu vermeiden. JAZA sollte unserer Auffassung nach seine Mitgliedschaft verlieren, da die Haltung von Wildfängen aus Treibjagden einen Schatten auf alle anderen Einrichtungen der WAZA wirft.

Im September beginnt die neue Saison in Taiji, die bis April andauern wird. WDC versucht, das Thema Treibjagden in Japan auf verschiedenste Weise publik zu machen. Dies geschieht sowohl durch direkte Aktionen und konstante Präsenz vor Ort, als auch durch die Unterstützung von Bildungsmaßnahmen japanischer Partnerorganisationen wie Elsa Nature Conservancy. WDC sucht auch den Dialog mit Zoo- und Aquarien-Verbänden, die Delfine von den Treibjagden beziehen. Wichtig ist außerdem die enge Zusammenarbeit mit der Meeressäuger-Forschungsgemeinschaft, um Stellungnahmen gegen die Treibjagden zu publizieren, denn so kann ein Dialog auf wissenschaftlicher Ebene stattfinden. WDC war an der Erstellung eines parlamentarischen Beschlusses gegen die Treibjagden beteiligt und hat zudem die grausamen Tötungsmethoden aufgedeckt, die in Taiji verwendet werden. Lokale Initiativen und Organisationen werden von WDC in ihren Bemühungen unterstützt.

WDC wird weiterhin dafür kämpfen, dass alle Wale und Delfine in Japan in Freiheit und Sicherheit leben können. Die zunehmende Wertschätzung für diese Tiere innerhalb der japanischen Gesellschaft ist ein Zeichen dafür, dass die japanische Regierung irgendwann dazu gezwungen sein wird, diese grausamen und unhaltbaren Praktiken aufzugeben.