Zum Inhalt springen
Alle News
  • Alle News
  • Beifang
  • Delfinarien
  • Grüner Wal
  • Meeresschutz
  • Plastik
  • Walbeboachtung
  • Walbeobachtung
  • Walfang

Hotel-Delfinarium in Las Vegas wird geschlossen

Hard Rock International entscheidet nach Übernahme des Hotels "The Mirage", das Delfinarium der Anlage zu...

Walfleisch für Rekordpreis in Japan versteigert

Japanische Medien berichteten, dass bei einer Auktion in Shimonoseki am 14. November ein Kilogramm Seiwal-Fleisch...
Peter-Flood-mom-and-calf-1536x1007

Dringlichkeitsantrag soll Walmütter und ihren Nachwuchs vor Schiffskollisionen schützen

Naturschutzverbände, darunter WDC, haben Anfang November beim Seefischereidienst der Vereinigten Staaten (NMFS) in Washington einen...
Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina / Facebook

Vier Delfine aus Delfinarium an der Krim ausgesetzt

Screenshot aus der Filmaufnahme, die zwei der Delfine bei der Aussetzung zeigen. (C) Ivanna Kudina...

Vaquita vom Aussterben bedroht?

Die neuesten Untersuchungen des internationalen Vaquita-Rettungsteams (CIRVA) ergaben, dass wahrscheinlich nur noch etwa 100 Individuen am Leben sind. Einige Jahre zuvor wurde ihre Zahl noch auf 200 geschätzt, doch von den letzten Kalifornischen Schweinswalen sind nur ein Viertel fortpflanzungsfähige Weibchen. Ihr Bestehen ist somit akut bedroht. Die Forscher empfehlen der  mexikanischen Regierung, im Lebensraum des Vaquita mit sofortiger Wirkung ein Verbot von Stellnetzen einzuführen und die Umsetzung zu überwachen. Sollte dies nicht geschehen, wird der Vaquita nach dem Baiji die zweite Art sein, die durch menschlichen Eingriff ausgelöscht wird. 

Der Vaquita lebt am Nordende des Golfs von Kalifornien (Cortes-See) in einem Gebiet von etwa 2.235 km², vor allem in den seichten Küstengewässern. Diese Gebiete werden auch von lokalen Fischern genutzt. Die Hauptgefahr für den Vaquita stellen deshalb Fischernetze da, vor allem die Stellnetze für den Garnelenfang.

Nach Bekanntwerden der Notlage hat die mexikanische Regierung ein Schutzprogramm für den Vaquita entworfen und stellt finanzielle Mittel für die Erhaltung der kleinsten bekannten Schweinswalart bereit. Zusätzlich zum Verbot von Stellnetzen wurden Fischer aufgefordert, ihre Fangmethoden anzupassen. Diese Maßnahmen haben die stetige Abnahme der Population jedoch nur verlangsamt und nicht aufgehalten, denn eine neue illegale Fischereimethode stellt eine weitere Bedrohung für den kalifornischen Schweinswal dar.

Fischer fangen dabei den ebenfalls bedrohten Totoaba, der zwei Meter lang und etwa 100 kg schwer werden kann. Jedoch wird nur seine Schwimmblase entwendet, während der Körper am Strand zurückgelassen wird. Die Schwimmblase wird getrocknet und aus Mexiko über die USA nach China geschmuggelt, wo sie als Suppenzutat verwendet wird. Da ihr heilende Kräfte zugeschrieben werden, ist sie in China sehr beliebt. Mexikanische Fischer bestreiten mit dem Fang von Totoabas die Hälfte ihres Jahreseinkommens.

Es ist deshalb von höchster Priorität, die mexikanische und amerikanische Regierung zu Notfallmaßnahmen aufzufordern. Wenn sie nichts unternehmen, wird der Vaquita innerhalb von kürzester Zeit ausgestorben sein.

Quelle: Vaquita TV