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Southwest Airlines beendet jahrelange Zusammenarbeit mit SeaWorld

Im Januar 1988 gaben Southwest Airlines und SeaWorld Texas bekannt, zukünftig im Bereich Marketing zusammenzuarbeiten. Dies entwickelte sich zu einer längjährigen Kooperation, die dann auch bald auf die anderen SeaWorld-Parks ausgeweitet wurde. Southwest Airlines gab einigen seinen Flugzeugen einen „Shamu-Look“ und machte somit Werbung für die Orca-Shows der Unterhaltungskette. Nun gaben die Verantwortlichen bei Southwest bekannt, den Ende 2014 auslaufenden Vertrag mit SeaWorld nicht zu verlängern. 

In der offiziellen gemeinsam herausgegebenen Stellungnahme ist zwar von „Verlagerung der Prioritäten und Fokussierung auf lokale Märkte (bei Southwest) und internationale Ausweitung (bei SeaWorld)“ die Rede, jedoch spielt sicherlich auch die Tatsache eine Rolle, dass Southwest Airlines besonders seit dem Erscheinen der Dokumentation „BLACKFISH“ in der öffentlichen Kritik stand, die weitläufig kritisierten Orca-Shows von SeaWorld so offensiv zu bewerben. 

Anfang Januar diesen Jahres forderte auch WDC Southwest Airlines auf, die Zusammenarbeit mit SeaWorld zu beenden. Wir waren in direktem Kontakt mit dem Management von Southwest und stellten dem Unternehmen aktuelle Fakten sowie Langzeit-Forschungsergebnisse zum Thema Orcas in Gefangenschaft zur Verfügung. 

Während man durchaus von einem Erfolg sprechen kann, dass die offensive Werbung von Southwest Airlines für SeaWorld’s Orca-Shows in den USA beendet ist, muss SeaWorld’s Aussage, dass sie ihre Aktivitäten international ausweiten wollen, mit Sorge betrachtet werden. In Ländern wie China, Japan und Russland sprießen Delfinarien wie Pilze aus dem Boden und in diesen Ländern können auch Orcas aus Wildfängen für die Shows importiert werden. Quelle dieser Wildfänge ist momentan vor allem Russland, wo jedes Jahr eine offizielle Quote für den Fang vergeben wird. Auch hat Southwest Airlines bekannt gegeben, dass das Unternehmen weiterhin SeaWorld-Reiseangebote (z. B. Anreise und Besuch im Park) über seine Reisewebseite „Southwest Vacations“ anbieten wird. 

Wir werden weiterhin daran arbeiten, Reiseanbieter wie Southwest Airlines, Virgin Holidays oder TUI davon zu überzeugen, keine Reisen anzubieten, welche die Ausbeutung von Walen und Delfinen unterstützen. 

Quelle

Über Ulla Ludewig

Projektreferentin - Ulla Christina Ludewig setzt sich im deutschen und internationalen WDC-Team für die Schließung von Delfinarien und verantwortungsbewusste Wal- und Delfinbeobachtung ein.