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Ein harpunierter Finnwal wird abgeschleppt. (C) WDC

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Ein geschlachteter Finnwal wird an Land zerlegt. (C) WDC Vor Island wurden heute erstmals seit...
Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC

Walfang schadet Islands Image

Ein getöteter Finnwal wird an der isländischen Küste zerlegt. (C) WDC 2023 läuft die derzeitige...
Orcas im Freizeitpark SeaWorld (C) Bernard Auton

Orca-Baby wird in China der Öffentlichkeit präsentiert

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© Mark Voltier

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Finnwaljagd in Island hat begonnen

WDC verurteilt Islands Wiederaufnahme der brutalen Jagd auf gefährdete Wale

Gestern tötete das isländische Walfangunternehmen Hvalur hf den ersten bedrohten Finnwal der Saison. WDC fordert die Internationale Walfangkommission (IWC) und die Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten auf, endlich gegen den kommerziellen Walfang Islands vorzugehen.

Der Finnwal wurde vor Islands Westküste getötet und anschließend zur Verarbeitung nach Hvalfjörður gebracht, das nur eine knappe Autostunde von der Hauptstadt Reykjavik entfernt liegt. Der Zeitpunkt des Abschusses fiel mit einem Arbeitsgruppentreffen des EU-Umweltrates zusammen, der gestern in Vorbereitung auf das im September stattfindende IWC-Treffen getagt hat. Im Hinblick auf die IWC-Tagung fordern Nichtregierungsorganisationen die Regierungen auf, den isländischen Walfang in einer gemeinsamen Resolution scharf zu verurteilen.

Island war der IWC 2002 unter Vorbehalt gegen das seit 1986 geltende Walfangverbot wieder beigetreten und nahm den kommerziellen Walfang 2006 wieder auf. Trotz des unter dem Washingtoner Artenschutzabkommens geltenden, internationalen Handelsverbotes mit Finnwal-Fleisch ist der Großteil des Fleisches aus der diesjährigen Saison für den japanischen Markt bestimmt.

Seit 2008 wurden mehr als 5.540 Tonnen Finnwal-Fleisch exportiert, der letzte Transport im März 2014 nach Japan bestand aus einer bisher in dieser Größenordnung noch nicht dagewesenen Schiffsladung von 2.000 Tonnen.

Astrid Fuchs, Kampagnenleiterin bei WDC: „Die Entscheidungsträger dürfen nicht länger tatenlos zusehen und zulassen, dass Island weiterhin die Tötung von gefährdeten Finnwalen erlaubt. Wir fordern dringend ein gemeinschaftliches Handeln aller Länder, die ein echtes Interesse an Tier- und Artenschutz haben.“
 
HB Grandi, Islands führendes Fischerei-Unternehmen, dessen Vorstandsvorsitzender Kristján Loftsson auch Geschäftsführer von Hvalur hf ist, spielt eine aktive Rolle in Islands Walfangindustrie. Das Unternehmen spricht sich öffentlich für den Walfang aus und stellt firmeneigene Gebäude zur Verarbeitung des Finnwal-Fleisches im isländischen Akranes zur Verfügung.

Kristján Loftsson überwachte persönlich das Zerlegen des ersten Wals der Saison. Neben der Verarbeitung des Fleisches werden der Speck und die Innereien des heute getöteten Finnwals zur Ölgewinnung ausgelassen. Erst im letzten Jahr hatte Kristiján Loftsson mit der Meldung für Aufsehen gesorgt, dass dieses Öl auch als Antriebsmittel für seine Walfangschiffe verwendet würde.

Helfen Sie uns jetzt die Jagd auf bedrohte Finnwale für immer zu beenden!

Über Laura Zahn

Unternehmenskooperationen - Laura Zahn ist bei WDC Deutschland verantwortlich für die Kooperationen mit Unternehmen.